Münchener Rück legt die detaillierten Geschäftszahlen des 1. Quartals 2004 vor / Gewinn von 534 Mio. € – solider Start dank konsequenter Ergebnisorientierung / Rück- und Erstversicherung mit erheblichen Ergebnisverbesserungen

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3. Juni 2004 | Die Gruppe

Pressemitteilung

Münchener Rück legt die detaillierten Geschäftszahlen des 1. Quartals 2004 vor / Gewinn von 534 Mio. € – solider Start dank konsequenter Ergebnisorientierung / Rück- und Erstversicherung mit erheblichen Ergebnisverbesserungen

"Die Münchener Rück hat die Wende vollzogen, die konsequente Ergebnisorientierung greift. Der Quartalsgewinn von 534 Mio. € ist das Ergebnis harter Arbeit. Diese Profitabilität wollen wir nun über das Jahr liefern", so Vorstandsmitglied Jörg Schneider in einer Medientelefonkonferenz.

Die Dreimonatszahlen der Münchener-Rück-Gruppe (siehe Anlage) zusammengefasst:
Der Quartalsgewinn liegt mit 534 (Q1/03: -557) Mio. € gut im Plan. Die Beitragseinnahmen sanken im Vergleich zum ersten Quartal 2003 um 4,3 % auf 10,4 Mrd. €; bei unveränderten Wechselkursen hätte der Umsatz nahezu unverändert stabil auf dem hohen Niveau des Vorjahres gelegen. Das Eigenkapital ist in den ersten drei Monaten um 630 Mio. € auf 19,5 Mrd. € gestiegen, der positive Saldo aus unrealisierten Gewinnen und Verlusten der zu Marktwert bilanzierten Kapitalanlagen um 983 Mio. € auf 7,9 Mrd. €.

Rückversicherung: Deutlich verbessertes Quartalsergebnis / Erfreuliche Schaden-Kosten-Quote

Das Rückversicherungsgeschäft verlief im ersten Quartal weiter sehr erfreulich. Die Beiträge in der Rückversicherung lagen mit insgesamt 6,2 Mrd. € – vor allem aufgrund von Währungseinflüssen – um 5,4 % unter dem Niveau des Vergleichszeitraums 2003 von 6,5 Mrd. €; bei unveränderten Wechselkursen wären sie um 0,7 % zurückgegangen. In der Lebens- und Krankenrückversicherung erhöhte sich der Umsatz um nicht weniger als 20,9 % auf 2,0 Mrd. €; hierzu trug besonders starkes Neugeschäft bei, das zum Teil bereits im zweiten und dritten Quartal des vergangenen Jahres gezeichnet wurde. In der Schaden- und Unfallrückversicherung sanken die Beiträge erwartungsgemäß; der Rückgang um 14,0 % auf 4,2 Mrd. € war zum Teil bedingt durch Währungseffekte (5,2 Prozentpunkte), zum Teil eine Folge der ergebnisorientierten Zeichnungspolitik.

Bei der Erneuerung der Nichtlebens-Rückversicherungsverträge zum Jahresanfang 2004 hatte die Münchener Rück nicht nur Preiserhöhungen und Konditionsverbesserungen erreicht; sie hat sich vor allem auch von Verträgen getrennt, die ihren Renditeanforderungen nicht genügten. "Nachhaltige Gewinne gehen vor Wachstum. Die derzeitige Konsolidierung des Beitragsvolumens nehmen wir als vorübergehende Begleiterscheinung unserer strengen Zeichnungspolitik bewusst in Kauf", sagte Schneider, im Vorstand unter anderem für das Rechnungswesen verantwortlich.

Die hohe Qualität des Portefeuilles und der günstige Schadenverlauf im ersten Quartal trugen zu einer gegenüber dem Vorjahreszeitraum nochmals reduzierten Schaden-Kosten-Quote von 96,3 (96,8) % bei. Die Zielquote von 97 % für das Gesamtjahr 2004 wurde damit in den ersten drei Monaten deutlich unterschritten. Zwar blieben Belastungen aus Naturkatastrophen-schäden für die Münchener Rück aus, die Belastung aus Großschäden lag jedoch insgesamt höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der größte Einzelschaden war eine Explosion in der Erdgas-Verflüssigungsanlage Sonatrach in Algerien mit einer geschätzten Belastung für die Münchener-Rück-Gruppe von 44 Mio. €.

In der Lebensrückversicherung sind die Beitragseinnahmen der Münchener Rück im ersten Quartal um 175 Mio. € auf 1,5 Mrd. € gewachsen. In der Krankenrückversicherung baute die Münchener Rück, die hier auf vielen Märkten eine führende Position innehat, das Geschäft weiter auf 435 (275) Mio. € aus.

Das Kapitalanlageergebnis im Segment Rückversicherung hat sich gegenüber dem Vorjahr mit 771 (469) Mio. € deutlich erhöht. Zum Ergebnis der Gruppe trugen die Rückversicherer im ersten Quartal insgesamt mit einem hervorragenden Gewinn von 498 (-29) Mio. € bei.

Erstversicherung: Rückkehr in die Gewinnzone / Betriebliche Altersvorsorge wächst stark

Gegenüber dem starken Wachstum im Vergleichsquartal des vergangenen Jahres war die Beitragsentwicklung in der Erstversicherung bis Ende März mit -1,4 (8,1) % leicht rückläufig. Bereinigt um die Zahlen der inzwischen veräußerten DKV-Tochter in den Niederlanden zeigt sich ein leichter Anstieg um 0,7 %. Die Beiträge erreichten im ersten Quartal insgesamt 4,9 (5,0) Mrd. €, wobei sich die einzelnen Versicherungssparten unterschiedlich entwickelten.

Die Lebensversicherung baute vor allem im Inland das Geschäft mit fondsgebundenen Produkten merklich aus. Das gilt ebenfalls für die betriebliche Altersvorsorge; hier war bei den Durchführungswegen die Pensionskasse die erste Wahl. In der Kapitallebensversicherung hingegen waren die Verbraucher durch die Diskussion um die Besteuerung noch spürbar verunsichert. Zudem hatten die Lebensversicherer der Münchener-Rück-Gruppe die Gewinnbeteiligung gesenkt, um sie an das veränderte Kapitalmarktumfeld anzupassen. Nach den vergangenen 5 Jahren mit sehr hohen, deutlich über dem Marktniveau liegenden Wachstumsraten verzeichneten die Lebensversicherer der Münchener-Rück-Gruppe in den ersten drei Monaten 2004 leicht verringerte Beitragseinnahmen von 1,8 (1,9) Mrd. €. Darin zeigt sich insbesondere ein Basiseffekt aus der mit 10,5 % außergewöhnlichen Beitragssteigerung im ersten Quartal 2003.

Die Beiträge in der Krankenversicherung gingen um 4,9 % auf 1,2 Mrd. € zurück. Bereinigt um die Wirkungen aus dem Verkauf der niederländischen DKV-Tochter (Beitragsvolumen Q1/03: 103 Mio. €) ergab sich ein Wachstum von 4,0 %. Die Kooperation der DKV mit 13 regionalen Allgemeinen Ortskrankenkassen bei Ergänzungsversicherungen zeigt bereits erste Erfolge. Auch die zum 30. März dieses Jahres akquirierten Gesellschaften GLOBALE Krankenversicherung und Zürich Krankenversicherung sowie die langfristige Vertriebskooperation mit dem Gerling Konzern, der Zürich Gruppe Deutschland und der Deutschen Bank werden sich im weiteren Verlauf des Jahres positiv auswirken.

Die Schaden- und Unfallversicherung erhöhte die Beitragseinnahmen leicht um 0,7 % auf 1,9 Mrd. €; im Privatkundengeschäft wurde insbesondere das ertragreiche Unfallgeschäft weiter ausgebaut. Die Schaden-Kosten-Quote war im ersten Quartal erneut hervorragend; sie betrug 95,4 (98,5) %.

In der Erstversicherung zeigt sich der positive Swing des Kapitalanlageergebnisses besonders deutlich, denn der Vergleichszeitraum des Vorjahres war von hohen Abgangsverlusten und Abschreibungen geprägt. Das Kapitalanlageergebnis belief sich nun auf 1,1 (-1,2) Mrd. €. Die Erstversicherer erzielten insgesamt ein erheblich verbessertes Quartalsergebnis von 43 (-545) Mio. €.

Kapitalanlagen: Stabilisierte Aktienmärkte / Reduziertes Konzentrationsrisiko

Das Kapitalanlageergebnis der Münchener-Rück-Gruppe belief sich für die ersten drei Monate auf 1,9 (-0,8) Mrd. €. Die Aktienmärkte haben sich im ersten Quartal stabilisiert, die Abschreibungen für die Gruppe lagen mit 181 Mio. € erheblich unter den Werten des Vorjahreszeitraums (1.383 Mio. €). Der Saldo aus Abgangsgewinnen und Abgangsverlusten betrug 248 (-1.282) Mio. €.

Insgesamt sank die Aktienexponierung der Münchener-Rück-Gruppe leicht um 0,5 Prozentpunkte auf 14,7 % des gesamten Kapitalanlagenbestands – nach Absicherung gegen fallende Kurse lag sie bei 13,8 (14,5) %. An der Kapitalerhöhung der Bayerischen HypoVereinsbank im März nahm die Münchener Rück wie angekündigt nicht teil. Ihr Anteil an der HypoVereinsbank verringerte sich dadurch auf
18,4 (25,7) %; der strategische Charakter der Beteiligung wurde davon nicht berührt.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2004

Die Münchener-Rück-Gruppe verfolgt ihre ertragsorientierte Zeichnungspolitik konsequent weiter. Nach mehreren Jahren mit hohen Wachstumsraten (1999-2003: durchschnittlich 8,1 %) erwartet sie für das laufende Geschäftsjahr ein wenig verändertes Beitragsvolumen. Am Gewinn-Ziel von 2 Mrd. € für das Jahr 2004 hält die Münchener-Rück-Gruppe fest. "Die soliden Ergebnisse des ersten Quartals zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind", so Schneider.

Anders als in der schwerpunktmäßig in Europa betriebenen Erstversicherung der Gruppe wirken sich in Teilen des Rückversicherungsgeschäfts Wechselkursschwankungen auf den Umsatz aus. Zum Jahresende schätzt die Münchener Rück hier Beitragseinnahmen leicht unter dem Vorjahresniveau, auch wegen der planmäßigen Reduzierung eines großen Rückversicherungsvertrags mit einem britischen Kunden. Drei Jahre in Folge konnte die Münchener Rück risikoadäquate Preise und Bedingungen erreichen. Auch die jüngsten Erneuerungsverhandlungen in Korea und Japan tragen mit Ereignislimiten in den Verträgen und Prämien auf stabilem, risikoadäquatem Niveau dazu bei, das Risikoprofil und somit das Ertragspotenzial weiter zu optimieren. Der Deckeneinsturz im neuen Terminalgebäude des Pariser Flughafens Roissy-Charles de Gaulle könnte die Münchener Rück je nach Unglücksursache im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich belasten. Andererseits betreffen die jüngsten Naturkatastrophen auf der karibischen Insel Hispaniola (überschwemmungen) und im Iran (Erdbeben) die Gruppe praktisch nicht. Die Münchener Rück rechnet bei normalem Großschadenverlauf für 2004 erneut mit einer Schaden-Kosten-Quote in der Rückversicherung von unter 97 %.

In der Erstversicherung sind vor allem die politischen Weichenstellungen zur Aus- und Umgestaltung der deutschen Sozialversicherungssysteme entscheidend. Die Lebensversicherer der Gruppe haben frühzeitig begonnen, sich auf die voraussichtlich aus dem Alterseinkünftegesetz ab dem Jahr 2005 ergebenden änderungen der steuerlichen Behandlung von Kapital bildenden Lebensversicherungen vorzubereiten. Mittel- bis langfristig erwartet die Münchener-Rück-Gruppe starke Wachstumsimpulse aus der zunehmenden Eigenvorsorge im Bereich der Lebens- und Krankenversicherung. Für 2004 rechnet sie mit einem moderaten Wachstum in der Erstversicherung. Die weiteren Verbesserungen im operativen Geschäft sollten sich auch im Jahresergebnis zeigen. Die Schaden-Kosten-Quote der Schaden- und Unfallerstversicherung sollte 2004 weiterhin unter 97 % bleiben.

Münchener-Rück-Gruppe in den ersten drei Monaten 2004 Wichtige Kennzahlen (IFRS) (PDF, 13 KB)
Segment reporting (englisch) (PDF, 30 KB)


Disclaimer
Diese Pressemitteilung, insbesondere der Ausblick auf 2004, enthält und verweist auf zukunftsgerichtete Aussagen, die auf derzeitigen Erwartungen, Schätzungen, Vorhersagen und Prognosen sowie auf den Einschätzungen und Annahmen des Managements der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft beruhen. Solche Aussagen umfassen insbesondere Aussagen zu Plänen, Strategien und Aussichten. Worte wie "erwarten" und ähnliche Ausdrücke kennzeichnen solche zukunftsgerichteten Aussagen. Diese Aussagen sind keine Garantien zukünftiger Ergebnisse und beinhalten Risiken, Unsicherheiten und Annahmen, die schwer vorhersehbar sind. Daher könnten die tatsächlichen Konsequenzen und Ergebnisse erheblich von dem abweichen, was in den zukunftsgerichteten Aussagen erklärt wird.


Hinweis an die Redaktionen:
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Rainer Küppers (Tel.: 0 89/38 91-25 04), Regine Kaiser (0 89/38 91-27 70), Anke Rosumek (0 89/38 91-23 38) oder Irmgard Joas
(0 89/38 91-93 92).
Ergänzende Informationen (Folien) zu den Zahlen des 1. Quartals 2004, den Quartalsbericht selbst sowie eine Darstellung der nach IAS 39 neu angepassten Quartale 2003 finden Sie auf unserer Homepage unter www.munichre.com. Die Eckwerte des 1. Quartals 2004 veröffentlichte die Münchener Rück bereits zur Hauptversammlung am 26. Mai dieses Jahres.

München, den 3. Juni 2004

Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft
gez. Dr. Schneider           gez. Küppers

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