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22. Februar 2018

Neue Geschäftsmodelle für vernetzte Industrie
Munich Re und Bosch vereinbaren Partnerschaft

  • Erste IoT-Partnerschaft zwischen Technikunternehmen und Rückversicherer
  • Vernetzung, Finanzierung und Risikomanagement aus einer Hand
  • Gemeinsame Entwicklung von Produkten mit Industriekunden geplant


Berlin / München. Munich Re und das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen Bosch entwickeln künftig neue Geschäftsideen im Bereich Industrie 4.0. Vertreter beider Unternehmen haben dazu am 22. Februar auf der IoT-Konferenz Bosch ConnectedWorld in Berlin einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Ziel der Kooperation ist die Entwicklung neuer Lösungspakete für die vernetzte Fertigung. Beide Akteure kombinieren ihre jeweiligen Stärken: Bosch im Bereich Hardware, Software und Services, Munich Re auf dem Gebiet des Risiko- und Kapitalmanagements. Das ganzheitliche Angebot ermöglicht Industriekunden die Umsetzung von Vernetzungsprojekten entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit beherrschbarem Risiko und innovativen Finanzinstrumenten.

Kunden Sorgen vor finanziellen Risiken nehmen
Dr. Stefan Hartung, in der Bosch-Geschäftsführung unter anderem verantwortlich für Fertigungskoordination und damit auch Industrie 4.0, sagte: „Zu viele Unternehmen scheuen den Einstieg in die vernetzte Produktion noch, weil sie Sorge vor finanziellen Risiken haben. Dieses Problem gehen wir an. Bosch und Munich Re werden intelligente Lösungen entwickeln, die den Kunden den Einstieg in die vernetzte Fertigung erleichtern.“ Torsten Jeworrek, Mitglied des Vorstands von Munich Re, sagte: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Bosch eines der weltweit führenden Technologieunternehmen als unseren ersten strategischen Partner gefunden haben, mit dem wir neue Geschäftsideen für produzierende Unternehmen entwickeln. Mit der Kombination von Technologie, Risikomanagement und Finanzinstrumenten werden wir Kunden Mehrwert liefern, die die Möglichkeiten von Industrie 4.0 nutzen wollen.“

Ganzheitlicher Einstieg in die vernetzte Industrie
Die fertigende Industrie muss immer flexibler auf sich immer schneller verändernde Marktanforderungen reagieren. Um die eigene Produktion hinsichtlich Qualität, Zeit und Kosten zu optimieren, ziehen viele Unternehmen eine Vernetzung ihrer Fertigung in Betracht. Dafür benötigen sie entweder neue Maschinen oder IoT-fähige Retrofit-Lösungen, um ihre Bestandsmaschinen miteinander zu verknüpfen und an die Unternehmens-IT anzubinden. Doch häufig stellt die Implementierung und Finanzierung vor allem kleine und mittelständische Unternehmen vor große Herausforderungen. Hier setzen Bosch und Munich Re an: Kunden erhalten nicht nur fundierte Beratung rund um ihr Vernetzungsprojekt mitsamt den passenden Software-Tools und Services. Sie werden auch von Beginn an bei der Finanzierung und Nutzung ihrer Fertigungsdaten unterstützt.

Modelle zur Risikominimierung definieren
Aktuell erarbeiten die beiden Partner gemeinsam mit Kunden in ersten Pilotprojekten konkrete Lösungspakete. In Workshops und Vor-Ort-Gesprächen werden dabei genaue Bedarfe ermittelt sowie Implementierungsschritte und Finanzierungskonzepte festgelegt. Konkret geht es darum, aus Maschinen- und Fertigungsdaten genau die Informationen herauszufiltern, die für eine profunde Analyse und schließlich eine Optimierung der Produktion erforderlich sind. Auf dieser Grundlage können die Partner zum Beispiel Wartungsbedarfe gezielter ableiten und entsprechend neue Modelle zur Risikominimierung definieren. Bosch und Munich Re stellen dazu sensorbasierte Schadenpräventions-Maßnahmen und andererseits neuartige Finanzinstrumente für den Risikotransfer zur Verfügung. Dabei unterstützen Munich Re’s Schadendatenbank und das Know-how bei der Datenanalyse den ganzheitlichen Risikomanagement-Ansatz. So können Bosch und Munich Re Investitions- und operative Risiken bestmöglich verringern und die Implementierung von Industrie 4.0-Lösungen erleichtern.


Disclaimer
Diese Unternehmensnachricht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf derzeitigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Munich Re beruhen. Bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächliche Entwicklung, insbesondere die Ergebnisse, die Finanzlage und die Geschäfte unserer Gesellschaft wesentlich von den hier gemachten zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder sie an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

Munich Re steht für ausgeprägte Lösungs-Expertise, konsequentes Risikomanagement, finanzielle Stabilität und große Kundennähe. Damit schafft Munich Re Wert für Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2017 erzielte die Gruppe, die Erst- und Rückversicherung unter einem Dach kombiniert, einen Überschuss in Höhe von 0,4 Mrd. €. Sie ist in allen Versicherungssparten aktiv und mit über 42.000 Mitarbeitern auf allen Kontinenten vertreten. Mit Beitragseinnahmen von rund 32 Mrd. € allein aus der Rückversicherung ist sie einer der weltweit führenden Rückversicherer. Besonders wenn Lösungen für komplexe Risiken gefragt sind, ist Munich Re ein gesuchter Risikoträger. Den Großteil ihrer Erstversicherungsaktivitäten bündelt Munich Re in der ERGO. ERGO ist eine der führenden Versicherungsgruppen in Deutschland und Europa. Weltweit ist ERGO in mehr als 30 Ländern vertreten und bietet ein umfassendes Spektrum an Versicherungen, Vorsorge und Serviceleistungen. 2017 nahm ERGO Beiträge in Höhe von 17,5 Mrd. € ein. Die weltweiten Kapitalanlagen (ohne Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug) von Munich Re in Höhe von 218 Mrd. € werden von der MEAG betreut, die ihre Kompetenz auch privaten und institutionellen Anlegern außerhalb der Gruppe anbietet.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunter-nehmen mit weltweit rund 400.500 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2017). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 78 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Smart City, Connected Mobility und Industrie 4.0. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden ver-netzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 62 500 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 125 Standorten.

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