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Medizinische Risikoforschung

Wir übersetzen medizinischen Fortschritt in Versicherungslösungen

Evidenzbasierte Entscheidungen auf neuestem Wissensstand

Global vernetzte Risikoforschung
Global vernetzt
Munich Re bündelt ihre weltweite Expertise im Kompetenzzentrum für Medizinische Risikoforschung.

Die Medizin entwickelt sich rasant – und mit ihr entwickeln sich die Chancen und Risiken in der Lebens- und Krankenversicherung. So senken zum Beispiel neue Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten bei vielen Erkrankungen die Morbidität und Mortalität. Dies gilt es in der Risiko- und Leistungsprüfung zu beachten, sonst drohen Diskriminierungsklagen und Reputationsschäden. 

Die Assekuranz muss die Entwicklungen daher eng monitoren und ihre Einschätzungsgrundlagen und Methoden laufend aktualisieren. Dies erfordert in größerem Umfang als bisher profunde medizinische und aktuarielle Expertise. Munich Re verfügt über beides. Wir bündeln unser globales Knowhow im Kompetenzzentrum für Medizinische Risikoforschung und gewähren Erstversicherern direkten Zugang zu unseren Experten. So tragen wir dazu bei, die Versicherbarkeit zügig auszuweiten und den medizinischen Fortschritt in evidenzbasierten Entscheidungen abzubilden.  

Munich Re Schwerpunkte in der Medizinischen Risikoforschung 

Nr. 1
Psychische Erkrankungen sind Leistungsauslöser Nummer 1 in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Psychische Erkrankungen sind heute der Leistungsauslöser Nummer 1 in der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Beispiel deutscher Markt: Hier werden rund 30 Prozent aller BU-Anträge mit psychischen Störungen begründet. Mit herkömmlichen Fragebögen und Standardprozessen lassen sich die meisten Leistungsanträge nur unzureichend prüfen. Die Folge sind oft vorschnelle Anerkennungen, bei denen fachärztliche Einschätzungen zum Teil ungeprüft übernommen werden. Da bei psychischen Erkrankungen die medizinische Prognose häufig ungünstig, die Chronifizierungsrate hoch und die Reaktivierungswahrscheinlichkeit gering ist, muss bei psychischen Erkrankungen nicht selten bis zum Ablauf der Versicherung gezahlt werden. 

Claims-Initiative „Psyche“

Munich Re hat deshalb die Claims-Initiative „Psyche“ ins Leben gerufen. Diese zielt darauf ab, die BU-Leistungsprüfung zu optimieren und sachgerechte Entscheidungen zu treffen. In  Zusammenarbeit mit Pilotpartnern aus der Erstversicherung sind innovative Tools entstanden, die genau dies bewirken. Das Ergebnis ist ein innovativer Workflow in der Leistungsprüfung von Psychefällen. Er führt zu kurzen Reaktionszeiten, sachgerechten Einschätzungen und Kosteneinsparungen. 

15 %
Bereits heute entfallen bei einzelnen Krankenversicherern bis zu 15 % der Krebsbehandlungskosten auf Immuntherapien

Fast täglich erscheinen neue Berichte über die Erfolge der Immuntherapie. Viele Krebspatienten profitieren davon bereits. Bei anderen verursachen die aktivierten körpereigenen Abwehrreaktionen zusätzliche Komplikationen. Außer Frage steht, dass die Therapie neue Perspektiven eröffnet – in der Medizin wie in der Versicherungswirtschaft.

Neue Bedarfe: für private Kranken- und Lebensversicherer eine Aufgabe und Chance

Individuelle Immuntherapien sind teuer, sodass bei ersten Krankenversicherern schon bis zu 15 Prozent der Krebsbehandlungskosten auf Immuntherapien entfallen. Denn wer die Kostenübernahme für eine Behandlung mit dem Hinweis auf fehlende Langzeitstudien und nicht zugelassene Medikamente ungeprüft ablehnt, geht große Reputationsrisiken ein. Auf der anderen Seite wächst der Kostendruck auf staatliche Krankenversicherungssysteme und weckt – je nach Land – neue Versicherungsbedarfe.

Herausforderungen bei der Ausweitung der Versicherbarkeit

Immer mehr Krebserkrankungen entwickeln sich von tödlichen Krankheiten hin zu chronischen Beeinträchtigungen. Munich Re hat diesen Wandel im Blick. Wir werten laufend und weltweit alle verfügbaren medizinischen Studien aus und übersetzen die die neuesten Erkenntnisse in Versicherungslösungen. So unterstützen wir Sie dabei, die Versicherbarkeit bei Krebserkrankungen stetig auszuweiten bzw. sich als innovativer Krankenversicherer im Markt zu positionieren. 

10 %
Nach Schätzungen des medizinischen Kompetenzzentrums von Munich Re werden 2020 bis zu 10 % der Bevölkerung in Deutschland von seltenen Krankheiten betroffen sein

Wer einen Antrag auf Lebensversicherung stellt, hat das Recht auf eine individuelle und gerechte Risikoprüfung. Doch was, wenn in den Gesundheitsangaben eine Erkrankung steht, von der selbst der eigene Gesellschaftsarzt noch nie gehört hat? Die Herausforderung für Risikoprüfer: Das individuelle Risiko trotz spärlicher Datenlage nachweislich auf Grundlage statistischer Evidenz und somit rechtskonform einzuschätzen. Das bindet Kapazitäten und kostet Zeit.

The Gate – global vernetztes Expertenwissen, kürzere Bearbeitungszeiten, größtmögliche Rechtssicherheit

Um einmal erarbeitetes Wissen weltweit jederzeit wieder abrufen zu können und die Leistungsfähigkeit in der medizinischen Risikoprüfung bei seltenen Erkrankungen systematisch zu erhöhen, hat Munich Re die interne Knowledge-Plattform Get Access To Medical Expertise, kurz „The Gate“ genannt, aufgebaut. Lokale Medical Consultants von Munich Re greifen über „The Gate“ sofort auf das Know-how und bereits entwickelte Modelle für die medizinische Einzelfallprüfung zu.

45 %
Eine Munich Re Analyse für die Berufsunfähigkeitsversicherung zeigt: 45 Prozent der aller nachträglich angeforderten Hausarztberichte rechtfertigen höhere Prämien.

Die Gesundheitsfragen im Antragsprozess der Lebensversicherer sind ein weiteres zentrales Forschungsfeld der Medical Consultants von Munich Re. Das Ziel: Die Anzahl der Fragen und damit den Aufwand für alle Beteiligten zu reduzieren, ohne dadurch die Risikoqualität zu mindern. Der Schlüssel dazu sind laufende Kosten-Nutzen-Analysen aller Prozesse in der Antrags- und Risikoprüfung. Welche Abfragen fördern zum Beispiel zielsicher medizinisch wichtige Erkenntnisse zutage, welche sind eher verzichtbar? 

Beispiel: Hausarztberichte. Diese anzufordern und auszuwerten kostet Zeit und Geld. Damit geht das Risiko einher, dass Kunden ihre Anträge aufgrund der Verzögerung zurückziehen, die durch das Einholen der hausärztlichen Auskünfte entsteht. Diese Perspektive lässt jedoch außer Acht: Der Gegenwert der Informationen in den Hausarztberichten ist um ein Vielfaches höher. Denn ohne die Berichte würden Erkrankungsdetails oft nicht bekannt, die für risikoadäquate Vertragsvereinbarungen maßgeblich sind. Der Hausarztbericht trägt also erheblich zum Schutz vor ungerechtfertigten Schäden bei. 

5 %
Analysen zeigen: Gerade mal 5 Prozent der übergewichtigen Versicherten sind für 80 Prozent der Leistungsansprüche verantwortlich.

Beispiel „Übergewicht“: Die Anzahl der Antragsteller mit erhöhtem BMI wird weiter zunehmen. Die Folge für Lebensversicherer: Bei herkömmlicher Risikoprüfung ist künftig nur noch ein Bruchteil der Bevölkerung zu normalen Konditionen versicherbar. Wer die BMI-Grenzen nicht zulasten der Risikoqualität aufweichen will, muss sich auf weniger Neugeschäft einstellen oder die Versicherbarkeit durch eine differenziertere Risikoprüfung ausweiten. Mit genau diesem Ziel hat Munich Re den neuen Multi-Risk-Kalkulator für das Risikoprüfungstool MIRA entwickelt. 

Der neue Kalkulator bewertet erstmals die Interaktionen und Wechselwirkungen von BMI, Blutdruck, Cholesterin und Raucherstatus. Das Ergebnis: Viele Antragsteller mit erhöhtem BMI können günstiger als bisher versichert werden, beispielsweise wenn ihre Blutdruck- und Cholesterinwerte im Normbereich liegen.  

3 Gründe, sich für Munich Re zu entscheiden 

Gerichtsfest begründete medizinische Risikoentscheidungen auf neuestem Wissensstand
Direkter Zugang zum weltweit führenden medizinischen Kompetenzzentrum von Munich Re und neusten Erkenntnissen
Wettbewerbsvorteile durch stetige Ausweitung der Versicherbarkeit
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