Ad-hoc-Meldung vom 20. September 2001

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Ad-Hoc-Meldungen

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20. September 2002

Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft

Aufgrund der nunmehr vorliegenden Informationen und unter Berücksichtigung der denkbaren Schadenszenarien beziffert die Münchener Rück ihre mögliche Belastung auf 2,1 Mrd. Euro vor Steuern; dies wären 11,5 % ihrer Rückversicherungsbeiträge von 18,3 Mrd. Euro (GJ 2000) und der in absoluten Zahlen mit Abstand größte Schaden in ihrer Geschichte. Relativ betrachtet – also im Verhältnis zu den Beitragseinnahmen – wäre ihre Schadenbelastung allerdings immer noch kleiner als die nach dem Erdbeben von San Francisco im Jahre 1906.

Dr. Hans-Jürgen Schinzler, Vorstandsvorsitzender der MR: Unsere konservative Schätzung bezieht alle denkbaren Szenarien ein. Selbst vor dem Hintergrund der jetzt erkennbaren Gesamtsituation und der daraus resultierenden sehr erheblichen Ergebnisbelastung gehen wir davon aus, auch für das Geschäftsjahr 2001 den Betrag von 1,25 Euro je Aktie auszuschütten.

Der MR liegen bisher zwar keine konkreten Schadenanzeigen von betroffenen Erstversicherungsgesellschaften vor. Dennoch ergeben die inzwischen gesammelten Informationen ein verändertes Bild. Neben den beiden Türmen des World Trade Center sind zahlreiche Gebäude in der Nachbarschaft beschädigt oder zerstört worden, was sich auch auf die Höhe der Betriebsunterbrechungsschäden auswirkt. Schon deshalb ist das Ausmaß des gesamten Schadens erheblich gestiegen. Schinzler: Angesichts der Komplexität des Schadenereignisses kann die Abwicklung lange Zeit in Anspruch nehmen. Wir werden unsere Geschäftspartner selbstverständlich von Beginn an mit Rat und Tat unterstützen.

Zusätzlich zu der ohnehin notwendigen weiteren Verbesserung von Preisen und Bedingungen erwartet die MR für die traditionell im letzten Quartal eines Jahres stattfindenden Erneuerungen der Rückversicherungsverträge eine grundlegende Neueinschätzung der Risikosituation, da die Anschläge ein bisher unvorstellbares Schadenpotenzial aufgezeigt haben. Dies betreffe nicht allein den US-Markt, sondern gelte weltweit. Die Erst- und Rückversicherungsdeckungen und ihre Konditionen seien grundlegend zu überdenken.

Ergänzend teilt die Münchener-Rück-Gruppe mit, dass ihre Gesellschaften als Investoren nicht an den betroffenen Immobilien beteiligt sind. Die gesamten Kapitalanlagen der Gruppe belaufen sich auf über 165 Mrd. Euro (30.6.2001).

Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft
Der Vorstand


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