Konzerngeschichte von 1970 bis 1995

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Unternehmen

Aufbruch in eine neue Ära der Risikoforschung (1970 bis 1995)

Bis weit in die 1960er-Jahre hinein werden Risiken in der Versicherungswirtschaft mit vergleichsweise einfachen statistischen Methoden quantifiziert. Munich Re gründet früher als viele andere Rückversicherer neue Abteilungen, in denen Risiken systematisch erforscht und wissenschaftlich bewertet werden. Im Mittelpunkt stehen dabei zunächst Georisiken wie Erdbeben und Stürme. Zudem spielen technische Versicherungszweige eine immer größere Rolle. Munich Re stellt innerhalb von nur wenigen Jahren viele zusätzliche Experten aus naturwissenschaftlich-technischen Disziplinen ein und entwickelt mathematische Modelle zur Risikoberechnung.

1970 – Neue Tochtergesellschaft in Australien
Munich Re gründet in Melbourne die Munich Reinsurance Company of Australia Limited. Die Tochtergesellschaft nimmt mit Büros in Sydney, Melbourne und Brisbane den Geschäftsbetrieb im Sommer 1970 auf.

1974 – Gründung der Abteilung GeoRisikoForschung
Die Zahl der Naturkatastrophen nimmt stark zu. Bei Munich Re wird das „Gemeinsame Büro für Elementargefahren“ gegründet. Unter dem Namen GeoRisikoForschung entwickelt es sich bald zum unverzichtbaren Partner für Politik, Wissenschaft, Industrie und Assekuranz weltweit.

1974 – erstmals eine Frau im Vorstand
Die promovierte Staatswissenschaftlerin Edith Lukas wird in den Vorstand berufen. Munich Re ist damals der einzige Versicherer mit einer Frau im Vorstand.

Die erste Frau im Vorstand der Münchener Rück: Edith Lukas (1974-1994), Aufnahme aus den 1960er Jahren

1976 – Ingenieure in der Rückversicherung
Die Verwissenschaftlichung im Bewerten von Risiken und der wachsende Stellenwert technischer Versicherungszweige verändert das Unternehmen: Die Zahl der angestellten Diplom-Ingenieure steigt beispielsweise zwischen 1966 und 1976 von 15 auf 70.

1979 – der Sprung ins All
Die Raumfahrtversicherung wird entwickelt. Wegen des branchenübergreifenden Charakters von Raumfahrtrisiken bildet Munich Re einen hausinternen Pool für Raumfahrttechnik. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit in Entwicklungsteams hat bei Munich Re Tradition und ist der Schlüssel zum erfolgreichen Management neuer Risiken.

1984 – der Münchner Hagel
Am 12. Juli ereignet sich das bis dahin größte Schadenereignis in der Geschichte der deutschen Versicherungswirtschaft und zugleich eines der größten in der Geschichte von Munich Re: der Münchner Hagel. Der volkswirtschaftliche Schaden liegt bei 3 Milliarden DM, der versicherte bei 1,5 Milliarden DM.

1985 – Erdbeben in Mexiko
Am 19. September wird die größte Stadt der Welt von einem Erdbeben der Stärke 8,1 auf der Richterskala und einem Nachbeben der Stärke 7,5 am Tag danach erschüttert. 10.000 Menschen kommen ums Leben. Ein Drittel der Stadt liegt in Trümmern. Der volkswirtschaftliche Schaden beläuft sich auf geschätzte 4 Milliarden US-Dollar, der versicherte auf 275 Millionen US-Dollar. Das Erdbeben in Mexiko ist der größte Erdbebenschaden seit Tokio, 1923, und gehört zu den schwersten Belastungen des Unternehmens seit seiner Gründung.

1989 – Zahl der Außenstellen steigt auf 65
Eine neue Außenstelle in Seoul, Korea entsteht. Munich Re arbeitet 1989 weltweit mit 65 Außenstellen.

1989 – Hurrikan Hugo
Im September wütet der Hurrikan Hugo in der Karibik und den USA. Der versicherte Schaden wird auf 7,5 Milliarden DM geschätzt; Munich Re belasten etwa 250 Millionen DM.

1993 – Hans-Jürgen Schinzler wird Vorstandsvorsitzender
Nach dem Tod von Horst Jannott übernimmt Hans-Jürgen Schinzler das Amt des Vorstandsvorsitzenden; er ist seit 1981 Mitglied des Vorstands. Schinzler leitet das Unternehmen bis 2003.


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