10 Jahre Münchener Rück Stiftung

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Corporate- Responsibility- Nachrichten

3. Juli 2015

10 Jahre Münchener Rück Stiftung - Interview mit CEO Thomas Loster

Im Frühjahr 2005 wurde die Münchener Rück Stiftung gegründet. Seither arbeitet sie daran, Risiken zu minimieren und Menschen gegen Naturgefahren zu schützen. Thomas Loster, CEO der Stiftung spricht in einem kurzen Interview über Ziele, Visionen, Erfolge und Herausforderungen.

Die Münchener Rück Stiftung feiert ihren ersten runden Geburtstag. Welche Vision hat das Team der Stiftung in den letzten zehn Jahren hauptsächlich verfolgt?
Thomas Loster: Munich Re ist einer der führenden Risikoträger. Es liegt also nahe, dass die Münchener Rück Stiftung dieses Wissen nutzt und sich als humanitäre Stiftung für Menschen im Risiko einsetzt. Zudem möchten wir Munich Re, die hochdifferenzierte Versicherungslösungen insbesondere in wirtschaftlich starken Ländern anbietet, in Entwicklungs- und Schwellenländern ergänzen, denn die Menschen dort haben nur sehr begrenzt Zugang zu unserem Wissen über Risiken. Wir setzen uns dort vor allem für die Verbreitung von Mikroversicherungen  ein. Ebenso wichtig ist uns Katastrophenvorsorge. Wir wollen etwas in den Ländern bewegen, ganz im Sinne unseres Anspruchs „Vom Wissen zum Handeln“.
 
Wo war die Stiftung bisher besonders erfolgreich?
Loster: Wir führen jedes Jahr in Entwicklungs- und Schwellenländern die weltweit größte Konferenz für Mikroversicherung durch, mit rund 500 Teilnehmern aus etwa 60 Ländern. Ein Drittel der Teilnehmer sind Vertreter der Privatwirtschaft, daneben auch viele Regierungsvertreter wie Regulierer und NGOs. Dass wir diese Veranstaltung etablieren konnten, ist ein riesiger Fortschritt für die Organisationen, die in der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind und damit letztlich für die Menschen, die von Mikroversicherungen profitieren können. Zudem loben wir zusammen mit den Vereinten Nationen (UNISDR) den höchstdotierten Preis für Katastrophenvorsorge aus, der herausragende Projekte unterstützt, z.B. die Prävention in Slums von Mosambik und Indien oder die Inklusion, also die Einbindung von Menschen mit Behinderungen, in das Risikomanagement in Chile. Ein drittes Erfolgsprojekt sind die von uns geförderten Nebelnetze, die in trockenen Bergregionen Marokkos und Tansanias inzwischen große Mengen Trinkwasser aus Nebel und Tau für die Bevölkerung generieren.

Bei allen Erfolgen, welches sind Ihre größten Herausforderungen?
Loster: Die Stiftung sitzt in München und muss in verschiedensten Ländern der Erde erfolgreich sein. Wir treffen in unserer Arbeit auf unterschiedliche Kulturen und sehr verschiedene Denkansätze und Arbeitsweisen. Man braucht viel Empathie, um anerkannt zu werden. Auch die Zusammenarbeit mit NGOs und lokalen administrativen Einheiten ist sehr anspruchsvoll und komplex. Glücklicherweise haben wir uns von Anfang an mit den für uns passenden Partnern zusammengetan, etwa mit der United Nations University (UNU) oder der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Die sind sehr gut organisiert und vernetzt. Das erleichtert die Umsetzung und Verankerung von Projekten vor Ort.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Stiftung?
Loster: Dass wir die Lebensbedingungen vieler  Menschen nachhaltig und nachweislich verbessern können. Konkret bedeutet das z.B., dass wir durch unsere Flutwarnsysteme Menschenleben retten können. Unsere Projekterfolge sollen Blaupausen sein und multipliziert werden. Wir werden auch künftig daran arbeiten, dass die Mikroversicherung sich erfolgreich weiter entwickelt und wir die Existenzen von Familien damit sichern können.

Das Team der Münchener Rück Stiftung

v.l.n.r. Jayoung Eckl-Lee, Christian Barthelt, Martina Mayerhofer, Thomas Loster, Dirk Reinhard, Julia Martinez, Renate Kramer


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