Vergütung

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Vergütung

Gesamtbezüge des Vorstands

Die Höhe der Ziel-Gesamtdirektvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsratsplenum auf Vorschlag des Personalausschusses (ab 2018: des Vergütungsausschusses) des Aufsichtsrats festgesetzt. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen persönliche Leistung, die Leistung des Vorstands als Ganzes, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Gesellschaft sowie die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten bei der Münchener Rück AG gilt. Der Aufsichtsrat berücksichtigt hierbei das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung und legt für die Gegenüberstellung fest, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft (Tarifmitarbeiter, außertarifliche Mitarbeiter) abzugrenzen sind. Zur Prüfung der Angemessenheit der Vergütung werden ferner die Daten von Gesellschaften im Vergleichsumfeld (u. a. DAX 30) erhoben; als Orientierungspunkt für die Höhe der Gesamtvergütung des Vorstandsvorsitzenden wird der Median der Vergütungen der DAX-30-Gesellschaften herangezogen. Neue Vorstandsmitglieder werden so eingestuft, dass in den ersten drei Jahren ausreichend Potenzial für eine Entwicklung der Vergütung zur Verfügung steht.

Der Ausweis der Vorstandsvergütung erfolgt nach zwei unterschiedlichen Regelwerken: auf Basis des Deutschen Rechnungslegungs Standards Nr. 17 – DRS 17 (geändert 2010) sowie des DCGK. Dadurch kommt es bei einzelnen Vergütungsbestandteilen und den Gesamtbezügen zu Abweichungen.

Vorstandsvergütung nach DRS 17

Nach DRS 17 wird die Vergütung für die Jahres-Performance 2017 mit den dafür gebildeten Rückstellungen unter Berücksichtigung des Mehr-/Minderaufwands für das Vorjahr ausgewiesen, da die zugrunde liegende Tätigkeit bis zum Bilanzstichtag vollständig erbracht wurde und der erforderliche Organbeschluss bereits absehbar ist. Die Vergütung für die Mehrjahres-Performance 2014–2016 ist nach DRS 17 im Jahr der Auszahlung, also 2017, einzubeziehen.

Höhe der fixen und variablen Vergütung

Die Gesamtbezüge des Vorstands der Münchener Rück AG für die Wahrnehmung seiner Aufgaben im Mutterunternehmen und in den Tochterunternehmen betrugen im Geschäftsjahr 19,8 (23,1) Millionen €. Sie verringerten sich somit gegenüber den Vorjahresbezügen um rund 3,3 Millionen €. Ausschlaggebend hierfür ist im Wesentlichen, dass aufgrund der Hurrikanschäden 2017 die Zielerreichung für das Konzernziel 0 % beträgt und die Bewertungen für das Geschäftsfeldziel Rückversicherung sowohl auf Jahres- als auch auf Dreijahresbasis niedriger ausfallen als im Vorjahr. Die Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder finden Sie in der nachfolgenden Tabelle.

Bezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder gemäß DRS 17 (geändert 2010)
(nach § 285 Satz 1 Nr. 9a Satz 5–8 HGB bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5–8 HGB)

1 Zum Aufstellungszeitpunkt lag noch kein Beschluss des Aufsichtsrats über die Auszahlungsbeträge für die Jahres-Performance 2017 vor. Der Ausweis der Vergütung für die Jahres-Performance erfolgt auf Basis von Schätzungen, d. h. den entsprechend gebildeten Rückstellungen und dem Mehr-/Minderaufwand für 2016. Die für die Jahres-Performance 2016 ausgewiesenen Beträge setzen sich zusammen aus der jeweiligen Rückstellung für 2016 und dem entsprechenden Mehr-/Minderaufwand für 2015. Die tatsächlichen Bonuszahlungen für 2016 können den Vergütungstabellen „Zufluss gem. DCGK“ auf Seite 38 ff. entnommen werden.
2 Die 2017 ausbezahlten Beträge betreffen die Mehrjahres-Performance 2014–2016, die 2016 ausbezahlten Beträge betreffen die Mehrjahres-Performance 2013–2015.
3 Sachbezüge/Nebenleistungen 2017 einschließlich Sicherheitsaufwendungen (Wenning) und Jubiläumszahlungen (Albo).
4 Als Entschädigung für ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot erhielt Ludger Arnoldussen im Zeitraum Mai bis Dezember 2017 Zahlungen von insgesamt 1.515.000 €.
5 Die Vergütung umfasst auch die Bezügebestandteile, die Markus Rieß für seine Tätigkeit bei der ERGO Group AG erhielt.
Sachbezüge/Nebenleistungen 2017 einschließlich Sicherheitsaufwendungen.
Sonstiges: Ausgleich für die beim Vorarbeitgeber verfallene variable Vergütung, der in vier gleichen Teilbeträgen ausbezahlt wird.

Die Zusagebeträge für die variable Vergütung können Sie der folgenden Tabelle entnehmen:

Zusagebeträge für die variable Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder bei Bewertung mit 100 % gemäß DRS 17 (geändert 2010), Korridor 0–200 %

1 Die für 2017 zugesagte Vergütung für die Jahreskomponente ist zahlbar 2018, die für 2018 zugesagte Vergütung 2019.
2 Die für 2017 zugesagte Vergütung für die Mehrjahres-Komponente ist zahlbar 2020, die für 2018 zugesagte Vergütung 2022.
3 Die Angaben zu den Bemessungsgrundlagen und Parametern für die Zusagen für 2017 finden Sie auf Seite 28 f., für 2018 auf Seite 41 ff.
4 Die Zusagebeträge für 2017 wurden zeitanteilig für vier Monate gewährt.
5 Aufgrund des Ausscheidens verfällt der Anspruch auf nicht ausbezahlte variable Vergütung.
6 Die Zusagebeträge für 2017 wurden zeitanteilig für acht Monate gewährt.
7 Die für 2017 zugesagte Vergütung umfasst auch die Bezügebestandteile, die Markus Rieß für seine Tätigkeit bei der ERGO Group AG erhält. Aufgrund der Umstellung des Vergütungssystems gewährt ERGO Group AG Markus Rieß ab 2018 keine variablen Zusagebeträge mehr.

Pensionsanwartschaften

Um die Pensionsanwartschaften für aktive Vorstandsmitglieder zu finanzieren, entstanden im Geschäftsjahr Personalaufwendungen in Höhe von 6,4 (6,5) Millionen €, wovon 1,3 Millionen € auf die leistungsorientierten Pensionszusagen und ca. 5,1 Millionen € auf die beitragsorientierten Pensionszusagen entfallen. Durch die Risikoauslagerung an einen externen Rückdeckungsversicherer im Rahmen des beitragsorientierten Systems liegen die sichtbaren Kosten der Altersversorgung seit 2009 markant höher. Die Gesellschaft nimmt diese Kostensteigerung in Kauf, um spätere Aufwandserhöhungen zu vermeiden und langfristige versorgungsspezifische Risiken auszuschließen. Für die einzelnen Mitglieder des Vorstands ergeben sich folgende Zusagen, Barwerte, Beitragssätze und Personalaufwendungen:

Pensionsanwartschaften

Fußnoten siehe nachfolgende Tabelle

Pensionsanwartschaften

1 Wert entspricht bei übergeleiteten Vorstandsmitgliedern festgeschriebener jährlicher Besitzstandsrente zum 31.12.2008.
2 Aufwand für leistungsorientiertes System inkl. Rückstellung für Lohnfortzahlung für Hinterbliebene.
3 Ausgeschieden zum 26.4.2017; bezieht seit 1.5.2017 Altersruhegeld.
4 Hat bei Beendigung seiner/ihrer Tätigkeit aufgrund Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Ruhegeld.
5 Hat bei vorzeitiger oder regulärer Beendigung seiner/ihrer Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld.
6 Ausgeschieden zum 31.12.2017; hat Anspruch auf Ruhegeld ab 1.12.2024.
7 Ausgeschieden zum 26.4.2017; hat Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld ab 1.5.2019.
8 Hat bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf vorgezogenes gekürztes Ruhegeld, bei regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf Altersruhegeld.
9 Hat bei vorzeitiger oder regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz.
10 Hat bei regulärer Beendigung seiner Tätigkeit Anspruch auf unverfallbare Anwartschaft nach dem Betriebsrentengesetz.
11 Defined Contribution-Plan im Sinne des IAS 19: Leistungen an Arbeitnehmer, daher kein Barwert angegeben.
12 Münchener Rück AG: siehe Fußnote 11; ERGO Group AG: kein Defined Contribution-Plan im Sinne des IAS 19, daher Barwert angegeben.

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