Normale Darstellung (Nur-Text-Version ausschalten)
Sie sind hier:

© Katharina Gaenssler und Barbara Gross Galerie, München / Munich Re<br/>    Foto: Marcus Buck, München<br />

Katharina Gaenssler

geboren 1974 in München, Deutschland
lebt und arbeitet in München

Ciné-Bal, 2015

Fotoinstallation, Farblaserdruck auf Papier
300 x 630 cm

Das Medium der Künstlerin Katharina Gaenssler ist die Fotografie. Doch ihr Interesse gilt nicht dem Einzelbild. Vielmehr ist für sie die Kamera ein Mittel, in Bildern Zusammenhängen nachzuspüren und diese sichtbar zu machen. Neben ihren fotodokumentarischen Reisetagebüchern entwirft Gaenssler panoramaartige Rauminstallationen, die irritieren. Systematisch dokumentiert sie in Einzelbildern zunächst die reale Raumsituation, um diese dann als collagiertes Raumbild neu entstehen zu lassen. Durch den fotografischen Prozess und die verschiedenen Aufnahmeperspektiven kommt es zu Brechungen und Verzerrungen. Die optische Verfremdung führt zu einem veränderten Wahrnehmungserlebnis. Der Betrachter wird aufgefordert, neu zu sehen.

In der Wandarbeit Ciné-Bal von 2015, die Katharina Gaenssler für einen Meetingpoint bei Munich Re konzipierte, führt uns die Künstlerin an einen geschichtsträchtigen Ort der 1920er-Jahre in Straßburg. Es ist das berühmte Café und Tanzlokal, das sich einst im klassizistischen Gebäude Aubette am Place Kléber befand und zu dem der Ciné-Bal, ein multifunktionaler Kino- und Tanzsaal, gehörte. Der Künstler Theo van Doesburg, der zur niederländischen Künstlergruppe De Stijl zählte, hatte zusammen mit Sophie Taeuber-Arp und Hans Arp den Auftrag für die künstlerische Gesamtgestaltung. In der avantgardistischen Innenausstattung spiegelt sich die elementare Farb- und Formensprache von De Stijl wider. 1938 zerstört, wurde der Ort in den 1990er-Jahren originalgetreu rekonstruiert.

Hauptmenü
Service Menü
Barrierefreiheit

Hinweis


Diese Publikation bieten wir exklusiv Kunden von Munich Re an. Bitte wenden Sie sich an Ihren Client Manager.