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© Jason Martin<br/>    Foto: Ulrich Ghezzi<br />

Jason Martin

geboren 1970 in Jersey (Kanalinseln), Vereinigtes Königreich
lebt und arbeitet in London

Twelfth, 2011

Öl auf Aluminium
200 x 166 x 11 cm

Jason Martin behandelt Farbe wie ein Skulpteur. Mithilfe von selbstgefertigten Pinseln und Kämmen erschafft er eine monochrome Farblandschaft, die über die zweidimensionale Flächigkeit der bildtragenden Aluminiumplatte hinausgeht. In dynamischen Gesten kämmt Martin den pastosen Farbauftrag virtuos und legt an manchen Stellen den Untergrund frei. Der so entstehende Strukturwechsel lässt Schatten- und glänzende Lichtlinien entstehen, die die Plastizität des Bildes formen.

“Twelfth“ wirkt wie die Detailaufnahme menschlicher Haare. Haare galten kulturgeschichtlich häufig als Symbol für körperliche Stärke und Kraft. Und auch Martins Bild strotzt vor körperlicher Dynamik. Denn obwohl die schimmernde Oberfläche dem Bild einen kostbaren Charakter verleiht, steht hier dennoch das malerische Handwerk im Vordergrund. Die gekämmte Struktur offenbart den Herstellungsprozess. Die dynamischen Gesten des Malers, die er mit Kamm und Pinsel ausgeführt hat, lassen sich für den Betrachter nachvollziehen.

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