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© VG Bild-Kunst, Bonn 2018<br/>    Foto: Jens Weber, München<br />

Rudolf Belling

geboren 1886 in Berlin, Deutschland
gestorben 1972 in Krailing, Deutschland

Dreiklang, 1919 (Guss von 1969/70)

Bronze
90 x 87 x 77 cm

Um 1920 herrschte Aufbruchstimmung in Deutschland. Bewegung und Geschwindigkeit wurden zur Metapher für den Fortschrittsgedanken jener Zeit. Vor diesem Hintergrund schuf Rudolf Belling, der Avantgardist unter den deutschen Bildhauern und Gründungsmitglied der Novembergruppe, seine Plastik „Dreiklang“, deren kubistisch-expressionistische Formensprache 1919 wegweisend war. Drei stark abstrahierte, tanzende Figuren streben nach oben, ohne dabei die innere Verbindung zu verlieren. Ihre kubischen Formen fügen sich zu einem Raumkörper zusammen, dessen faszinierende Dynamik sich dem Betrachter von jedem Standpunkt aus offenbart. Die drei Figuren stehen für Malerei, Plastik und Architektur, die Skulptur als Ganzes für die symbolische Vereinigung der drei Künste.

Bellings Arbeiten fanden international Beachtung, wurden im MOMA in New York und im Kunsthaus Zürich gezeigt. Von den Nationalsozialisten als „entarteter“ Künstler diffamiert, emigrierte Belling 1937 in die Türkei und kehrte erst dreißig Jahre später nach Deutschland zurück.

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