Interpretation ausgewählter Ergebnisse
Finanzielle Auswirkungen
Gegenüber Solvency I würden sich bei 30 % der Unternehmen die verfügbaren Eigenmittel (eligible own funds) um über 50 % erhöhen, wohingegen sie bei 34 % um mehr als 50 % sinken würden.1 Ferner bräuchten 15,7 % der Unternehmen zusätzliches Kapital, um ihr SCR zu erfüllen (vgl. Tabelle 2).
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Leben
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Nichtleben
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Komposit
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Gesamt
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Große Ges.
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18,3 |
23,7 |
7,3 |
17,5 |
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Mittlere Ges.
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12,4 |
20,0 |
7,1 |
15,3 |
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Kleine Ges.
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10,9 |
18,0 |
13,2 |
15,4 |
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Gesamt
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13,1 |
19,5 |
8,7 |
15,7 |
Tabelle 2: Tabelle 2: Anteil der Gesellschaften mit zusätzlichem Kapitalbedarf für das SCR (%)
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Interessanterweise scheinen große Lebensversicherer größere Probleme zu haben als kleinere, das SCR zu erfüllen. Einige Aufsichtsbehörden gehen davon aus, dass kleinere Einspartenversicherer im Bereich Nichtleben vermutlich zusätzliches Kapital aufbringen müssen.
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Gegenüber Solvency I weisen sowohl Lebens- als auch Nichtlebensgesellschaften einen Rückgang ihrer Solvabilitätsquote auf der Grundlage der QIS3-Berechnungen auf.
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Das MCR erreichten die meisten Teilnehmer bei den überprüften Ansätzen. Allerdings entstanden bei manchen Lebensversicherern Ergebnisse, die inkonsistent gegenüber der SCR-Kalibrierung erschienen.
Zusammensetzung des SCR
Zu den wichtigsten Erkenntnissen aus QIS3 gehört die Zusammensetzung des SCR. So können die Unternehmen anhand der Auswertung die Risikotreiber in ihren Portfolios näher untersuchen. Die Kalibrierung ist zwar noch nicht abgeschlossen, durch die Analyse der Zusammensetzung des SCR lassen sich jedoch bereits jetzt interessante Aspekte beobachten.
Die Grafiken verdeutlichen die Diversifikationseffekte:
Abbildung 2: Zusammensetzung des Basis-SCR (obere Grafik: Leben; untere Grafik: Nichtleben). Die Säulen bilden die durchschnittlichen Ergebnisse der Teilnehmer in den einzelnen Ländern ab, Gesamtwert 100 %. Diversifikationseffekte sind explizit ausgewiesen.
Abbildung 2 zeigt, dass bei den Lebensversicherern im Allgemeinen das Marktrisiko besonders ausgeprägt ist, während die Gesamtrisikoexponierung der Gesellschaften in Nichtleben vom versicherungstechnischen Risiko dominiert wird. Die Unterschiede von Land zu Land können erheblich sein. Neben den Hauptrisikokategorien geht die CEIOPS-Studie auch auf Einzelheiten in den verschiedenen Unterkategorien ein.
Vergleich mit internen Modellen
Bei den verschiedenen quantitativen Auswirkungsstudien waren die Ergebnisse aus internen Modellen erstmals bei QIS3 Gegenstand der Untersuchungen. Für die Auswertung lieferten 13 % aller Teilnehmer entsprechende Zahlen.
Bei den Lebensversicherern führten die internen Modelle im Vergleich zum Standardansatz durchschnittlich zu einem etwa 15 % niedrigeren Gesamt-SCR, allerdings schwankt das Verhältnis des SCR des internen Modells zum SCR der Standardformel zwischen den Unternehmen erheblich. Die von internen Modellen der Nichtlebensversicherer generierten SCRs liegen durchschnittlich 25 % niedriger als bei der Standardformel, wobei dies weitgehend auf Unterschiede beim versicherungstechnischen Risiko in Nichtleben zurückzuführen ist.
Bei Leben- und Nichtlebensversicherern ergeben sich im Durchschnitt aus den internen Modellen etwas geringere Kapitalanforderungen für die Komponente Marktrisiko. Die Kapitalanforderung für die Komponente Kreditrisiko in internen Modellen fällt weit höher aus (obgleich sie nur eine untergeordnete Auswirkung auf das SCR hat). Die internen Modelle insbesondere der Nichtlebensversicherer generieren ebenfalls weit höhere Kapitalanforderungen für die Komponente operationelles Risiko. Den Rückmeldungen der Unternehmen zufolge ist es schwierig, den Effekt der Rückversicherung in faktorbasierten Standardansätzen angemessen abzubilden.
1 Hier ist zu beachten, dass Solvency I und QIS3 die verfügbaren Eigenmittel (eligible own funds) unterschiedlich definieren. Interne Modelle definieren das verfügbare Kapital unter Umständen ebenfalls anders.
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