Kosten-Nutzen-Rechnung mit System

„Unser Verfahren basiert auf den Prinzipien der Entscheidungsanalyse“, erklärt Becher. „In sogenannten Entscheidungsbäumen werden alle denkbaren Varianten aufgestellt und mit Kosten oder Einsparungen verknüpft. Eine spezielle Software bewertet schließlich das ‚Kosten-Nutzen-Verhältnis’ und beantwortet die Frage, ab welchen Summengrenzen sich ein Extra-Gesundheitstest für die Versicherung lohnt.“ Die Modelle wurden bereits für alle gebräuchlichen medizinischen Tests berechnet.

Kosten-Nutzen-Verhältnis


Mit steigender Versicherungssumme erhöhen sich die potenziellen Einsparungen für den Versicherer. Das Modell der Münchener Rück errechnet daher für jede Krankheit den Punkt, an dem die Testkosten den möglichen Einsparungen gleichzusetzen sind – die Verzinsung der Investition bereits eingerechnet. Erst über diese Zahl hinaus kann der Versicherer Wert generieren.

Eine Vielzahl von Einzeldaten bildet die Grundlage: Schließlich sind bei jeder Krankheit unterschiedliche Prognosefaktoren zu beachten. Dazu kommen Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht, Lebensgewohnheiten und das Land, in dem der Versicherungsnehmer lebt. Mehr noch: Um Kosten und Nutzen eines Tests systematisch beurteilen zu können, sind Häufigkeit und Sterberate der zu testenden Erkrankung ebenso zu erfassen wie die Zuverlässigkeit des medizinischen Verfahrens und dessen Kosten.

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