Starker Partner schafft Vertrauen
Die Beteiligung der Münchener Rück wird aus verschiedenen Gründen nachgefragt: Versicherungssummen dieser Größenordnung erfordern globale Kapazität, die jedoch schnell knapp wird. Deshalb wenden sich die Makler und ihre Versicherer zuerst an Rückversicherer wie uns, um sich einen Teil der begrenzten Ressourcen zu sichern.
Außerdem wissen die Makler, dass sich leichter Mitversicherer finden, die weniger Erfahrung mit Contingency- Deckungen haben, wenn führende Rückversicherer an der Gestaltung der Originalbedingungen beteiligt sind.
Die Herausforderung für uns: Wir müssen unsere Gesamtexponierung genau kontrollieren. Da der Umgang mit Kumulen jedoch ohnehin zu den Kernkompetenzen eines Rückversicherers gehört, ist dies für uns nichts Neues.
Winterolympiade Turin: Wettergefahren, Terroranschläge
Ein gutes Beispiel ist die Winterolympiade in Turin, die vom 10. bis 26. Februar 2006 stattgefunden hat. Als führender Rückversicherer hatte die Münchener Rück für dieses Großereignis zwei Veranstaltungsausfallpolicen übernommen.
Die Police für das lokale Organisationskomitee deckte Absage, Abbruch, Verlegung, Verschiebung, Unterbrechung oder Kürzung der Spiele und die daraus resultierende Rückzahlung von Einnahmen, vor allem von TV-Rechten und Sponsorenleistungen.
Die Hauptexponierung lag bei Wettergefahren, Terroranschlägen oder Verfügungen von hoher Hand. Um das Risiko zu mindern, wurde vereinbart, eine der Königsdisziplinen, die Herrenabfahrt, bereits am ersten Sonntag des Turniers abzuhalten, sodass genug Zeit für Verschiebungen blieb. Die Versicherungssumme für diese Police betrug 200 Millionen US$ auf erstes Risiko, woran die Münchener Rück mit 30 Prozent beteiligt war.
Die zweite Police deckte das Internationale Organisationskomitee (IOC). Dieser Versicherungsschutz umfasste den Ausfall der Eröffnungsfeier sowie den Gesamtabbruch nach Start der Spiele. Die Verlegung einzelner Wettbewerbe konnte somit nicht zu einem Schaden führen. Auch hier wurde die Versicherungssumme auf erstes Risiko abgeschlossen (150 Millionen US$); der Anteil der Münchener Rück lag bei 36 Prozent.
Fußball-WM 2006: Flexibilität und Bonität
Die Versicherung der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland wurde zwischen drei Hauptbeteiligten ausgehandelt: dem Fußballweltverband Fifa, dem Nationalen Organisationskomitee (OK) sowie der Hamburg-Mannheimer Sports GmbH, die Teil der ERGO-Gruppe ist.
Wegen der Ausfallpolice hatte die Fifa bereits Ende 2002 Sondierungen aufgenommen, doch aufgrund der Terroranschläge in den USA wollte kein Versicherer eine unkündbare Versicherung bis Ende 2006 akzeptieren. Deshalb entschloss sich die Fifa erstmals in der Geschichte, ihre Einnahmen über den Kapitalmarkt abzusichern. Die traditionelleren Versicherungspolicen wie
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Haftpflicht (Betrieb/Ausrichter/Vermögensschaden),
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Unfall und Kranken,
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Rechtsschutz,
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Reisegepäck,
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Kraftfahrt und
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Sachdeckungen
wurden dagegen über die Hamburg-Mannheimer abgewickelt. Das Gleiche gilt für das Nationale Organisationskomitee, das die Hamburg-Mannheimer zum offiziellen Versicherer erklärt hatte.
Ausschlaggebend für diesen Erfolg waren zwei Gründe: Zum einen entwickelt die Hamburg-Mannheimer Sports GmbH ihre Versicherungsprodukte konsequent weiter und passt sie flexibel den Bedürfnissen ihrer Vertragspartner an. Zum anderen legen Veranstalter sowie Sportler zunehmend Wert auf Bonität.
Aufgrund der vielfältigen Deckungskonzepte sind bei Großveranstaltungen noch mehr als sonst Knowhow und internationale Erfahrung gefragt. Die Münchener Rück wurde sowohl bei den Winterspielen in Turin als auch bei der Fußball-WM in Deutschland dem Anspruch eines führenden Risikoträgers gerecht.
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