CRO-Forum legt Positionspapier zum Thema Terrorismus vor

Versicherungswirtschaft und Regierungen müssen eng zusammenarbeiten

Die Mitglieder des CRO-Forums, das sich aus den Chief Risk Officers großer Erst- und Rückversicherungsgesellschaften zusammensetzt, haben sich im Rahmen der Emerging Risks Initiative mit dem Thema Terrorismus auseinandergesetzt. Als wichtige Vertreter der Versicherungsindustrie stellen sie ihre Sicht der Problematik dar, um den Dialog mit den beteiligten Akteuren anzustoßen.

Die Emerging Risks Initiative (ERI) des CRO-Forums wurde 2005 auf den Weg gebracht. Sie soll die Öffentlichkeit für neue Risiken sensibilisieren, die auf die Gesellschaft und die Assekuranz zukommen. Den Vorsitz über die Initiative hat derzeit die Münchener Rück inne. Insgesamt sind acht Gesellschaften beteiligt: Allianz, AXA, Münchener Rück, Swiss Re, Zurich Financial Services, Chubb, Insurance Australia Group und Royal & SunAlliance.

Terrorismus ist ein hoch komplexes, vom Menschen verursachtes Phänomen mit gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen. Terrorismus ist zu einer Bedrohung geworden, die nicht an geografischen oder geopolitischen Grenzen halt macht. Zudem haben militante und terroristische Organisationen ihre Bereitschaft erkennen lassen, die Intensität der Anschläge noch zu steigern. Das sich wandelnde Profil des Terrorismusrisikos stellt alle Beteiligten vor Herausforderungen. Die Versicherungsindustrie sucht daher aktiv nach geeigneten Lösungen , die Absicherung gegen die finanziellen Auswirkungen von Terrorismusanschlägen bieten können.

Regierungen und Assekuranz müssen intensiv zusammenarbeiten, um der Herausforderung durch Terrorismus wirksam zu begegnen. In einer solchen Risikopartnerschaft sollte der Staat vor allem unterstützend wirken, um die finanzielle Tragfähigkeit der Versicherer zu gewährleisten. Nur der Staat verfügt als Risikoträger der letzten Instanz über die erforderlichen Mittel, um die finanziellen Folgen extremer Terroranschläge abzusichern. Gleichzeitig kann der Staat durch die Gesetzgebung einen geeigneten rechtlichen Rahmen für die Kompensation von Schäden aus Terroranschlägen schaffen. Man darf aber keine Einheitslösung erwarten. Vielmehr müssen Terrorismusdeckungen auf die Bedürfnisse des jeweiligen Marktes zugeschnitten sein.

Das ERI-Positionspapier des CRO-Forums zeigt auf, warum Terrorismus für die Assekuranz eine beispiellose Herausforderung darstellt und warum Versicherer und Regierungen gemeinsam an einem Strang ziehen müssen, um der Gefahr des weltweiten Terrorismus im 21. Jahrhundert – insbesondere massiven und koordinierten konventionellen Anschlägen sowie NBCR-Angriffen – zu begegnen. Außerdem bietet das Positionspapier einen umfassenden Überblick zu den Terrorismusdeckungen, die in den verschiedenen Ländern insbesondere von Sach-, Haftpflicht-, Arbeiterunfall-, Lebens- und Krankenversicherern im Rahmen von Pool- und Backstop-Lösungen angeboten werden.