Gründe für den Anstieg der Frequenz (Anzahl) und der Zunahme der Schäden durch Naturkatastrophen

Die Betrachtung und Analyse von Naturkatastrophen ist immer abhängig von verschiedenen Komponenten. In der nachfolgenden Liste sind die wichtigsten Gründe für den Anstieg der Frequenz (Anzahl) und der Zunahme der Schäden durch Naturkatastrophen aufgeführt:


  • Globale Bevölkerungszunahme (exponentielle Entwicklung). Beispiel: im Jahr 1800 lebten 1 Mrd. Menschen auf der Erde, heute sind es über 6,5 Mrd.

  • Insgesamt steigender Lebensstandard in fast allen Ländern der Erde führt zu wachsenden Wertbeständen, die im Falle einer Katastrophe betroffen sind.

  • Konzentration von Bevölkerung und Werten in Großstadträumen: Entstehung zahlreicher Megastädte auch in gefährdeten Regionen (z.B. Tokio: über 35 Mio. Einwohner).

  • Besiedelung und Industrialisierung stark exponierter Regionen, insbesondere an Küsten, in Flussniederungen, Tourismus in Gefahrenzonen, z.B. in Florida.

  • Anfälligkeit moderner Gesellschaften und Technologien, Bautechnik, Geräte, Netzwerke; Probleme auch bei Zulieferern.

  • Steigende Versicherungsdichte rund um den Globus, d.h. die Quote der versicherten Gütern ist weltweit gestiegen. Versicherte Schäden steigen dadurch überproportional an.

  • Weltweite Änderungen der Umweltbedingungen, Klimaänderung, Wasserverknappung, Verlust der Artenvielfalt.