Fazit – Stürmischen Zeiten entgegen

Fest steht: Ob Hurrikane in den USA oder Winterstürme in Europa – Schäden aus Sturmereignissen werden weltweit ansteigen. Die erwarteten Schäden in Abhängigkeit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit verdeutlicht die Abbildung unten eindrucksvoll. Wie kommt es zu diesem Anstieg? Verantwortlich zu machen sind die zunehmende Wertedichte, aber auch die Veränderungen von Wettermustern durch die globale Erwärmung der Atmosphäre. Dabei gibt es kaum eine Versicherungssparte, die ein derart hohes Schadenpotenzial (bezogen auf ein einzelnes Schadenereignis) birgt wie die Sturmversicherung.

Versicherungsbedingungen haben einen nicht unerheblichen Einfluss auf das Verhalten von Öffentlichkeit, Industrie und Behörden, daher ist es nicht zuletzt auch die Aufgabe der Assekuranz, sich für einen effektiveren Schutz einzusetzen. Welche Maßnahmen im Einzelfall geeignet sind, welche Preise und Bedingungen das Risiko adäquat ab decken – all dies gilt es zu klären.

Gerade die Zeit der "Ruhe vor dem Sturm" bietet die passende Gelegenheit, sich auf eine sich ändernde Risikosituation einzustellen – wenn es bereits stürmt, ist es wieder einmal zu spät.

Stürme weltweit: erwartete Schäden in Abhängigkeit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit

Betrachtet man die zu erwartenden Schäden in Abhängigkeit der Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. Wiederkehrperiode, wird deutlich, dass Hurrikane auf dem US-amerikanischen Kontinent die teuerste Sturmgefahr darstellen. Was zum einen an ihren über große Flächen potenziell sehr hohen Windgeschwindigkeiten liegt, zum anderen an der Konzentration von Werten in Küstenregionen der USA, etwa der Golf- bzw. Südostküste (z. B. Florida). Beide Faktoren sind weder in Europa noch in Japan in dieser Kombination gegeben.