Naturkatastrophen: Statistiken

Große Naturkatastrophen 1950—2005

Der Zahlenvergleich belegt die folgenschwere Zunahme großer Naturkatastrophen. Von 1960 bis 2005 hat sich die Häufigkeit dieser Ereignisse mehr als verdoppelt. Die 276 großen Naturkatastrophen des betrachteten Zeitraums entfallen zu fast gleich großen Anteilen auf die Risiken "Erdbeben/Vulkanausbruch", "Sturm" und "Überschwemmung". Die meisten Todesopfer forderten Erdbeben und Vulkanausbrüche (55 %). Das Schadenausmaß hat sich um den Faktor 6,7 (bei den volkswirtschaftlichen Schäden) bzw. um den Faktor 13,5 (bei den versicherten Schäden) vervielfacht und der Trend zeigt weiter nach oben. Bei den versicherten Schäden sind die Sturmschäden mit fast 80 % der insgesamt 340 Mrd. US$ absolute Spitzenreiter.

Naturkatastrophen in Deutschland 1970—2005

Seit 1970 zeigt sich der Trend, dass Naturkatastrophen zunehmen. Dies gilt sowohl für die Häufigkeit einzelner Ereignisse als auch für die Schäden, die sie verursachen. Von den insgesamt 640 Ereignissen von 1970 bis 2005 nehmen die Stürme in jeder Hinsicht den Spitzenplatz ein: Sie waren die häufigsten Ereignisse (66 %), forderten die meisten Todesopfer (72 %) und hinterließen die höchsten Schäden (volkswirtschaftliche 49 % und versicherte 74 %). Auf Platz zwei und drei dieser traurigen Bilanz rangieren Überschwemmungen bzw. sonstige Ursachen wie Waldbrände, Winterschäden und Lawinen.

Naturkatastrophen 2005

Die zahlenmäßige Entwicklung der Naturkatastrophen im Jahr 2005 zeigte einen fast konstanten Anstieg von Monat zu Monat. Von den weltweit 650 Schadenereignissen entfielen 42 % auf Stürme, 26 % auf Überschwemmungen, 18 % auf sonstige und 14 % auf Erdbeben und Vulkanausbrüche. Die meisten Todesfälle, nämlich 90 %, gingen auf das Konto der Erdbeben und Vulkanausbrüche. Bei den Schäden sind die Stürme die Hauptverursacher (87 % bei den volkswirtschaftlichen, 96 % bei den versicherten Schäden).