Dr. Eberhard Faust
Änderungen beim Hurrikanrisiko im Nordatlantik
Beunruhigende Entwicklungen
Update zum Abschluss der Hurrikansaison 2005
Die erhöhte Frequenz von intensiven Stürmen in 2004 und 2005 — allein vier der zehn stärksten jemals registrierten Hurrikane fallen auf die Jahre 2004 und 2005 — weist auf eine systematische Veränderung der Gefährdungssituation und damit verbunden auch auf eine Verschiebung der Schadenverteilung und ihrer Parameter hin.
Nach einer hochaktiven US-Hurrikansaison 2004 mit einem absoluten Rekord von vier Hurrikan-Landübergängen in und um Florida und dem bis dahin höchsten Versicherungsschaden aus tropischen Wirbelstürmen folgte 2005 eine Saison mit noch höheren Schäden aus Hurrikanen (insbesondere Katrina, Rita und Wilma).
Entsprechend ist die aktuelle Situation durch einen höheren mittleren marktweiten Jahresschaden und andere Wiederkehrperioden für marktweite Schadenaufwände als noch vor einigen Jahren zu charakterisieren. Im folgenden werden neue Erkenntnisse zu den Ursachen der Änderungen in der Hurrikanhäufigkeit und -intensität diskutiert.