05 Glossar

Anthropogener Klimawandel/globale Erwärmung

Während der Zeit der Industrialisierung nahmen die Treibhausgasemissionen kontinuierlich zu. 2004 erreichte die atmosphärische CO2-Konzentration 380 ppm. Vor der Industrialisierung lag sie bei einem Niveau von 280 bis 300 ppm, das zumindest während der vorangegangenen 650.000 Jahre — vermutlich sogar mehrere Millionen Jahre lang — nicht überschritten worden war. Auch andere Treibhausgase wie Methan und Distickstoffoxid haben stark zugenommen.

Treibhausgase verändern die Strahlungseigenschaften der Atmosphäre, so dass die untere Atmosphäre wesentlich mehr der insgesamt eingestrahlten Sonnenenergie als langwellige Wärmestrahlung einfängt. Zu dieser anthropogenen globalen Erwärmung tritt noch der so genannte natürliche Treibhauseffekt. Lange vor der Industrialisierung, noch bevor es überhaupt Menschen gab, enthielt die Erdatmosphäre Treibhausgase (insbesondere CO2), die die Oberfläche der Erde um etwa 33°C erwärmten. Dieser natürliche Treibhauseffekt ist als Voraussetzung dafür anzusehen, dass sich auf der Erde Leben entwickeln konnte.

Tropischer Wirbelsturm

Sammelbegriff für tropische Stürme, die sich über tropischen Ozeanen bilden. Je nach Region und Intensität bezeichnet man sie als Hurrikan (Atlantik, nordöstlicher Pazifik), Taifun (nordwestlicher Pazifik) oder Zyklon (Indischer Ozean und Australien).

Saffir-Simpson-Skala

Die Saffir-Simpson-Skala teilt tropische Wirbelstürme entsprechend ihrer Intensität in die fünf folgenden Kategorien ein:

  • Kat. 1: Windgeschwindigkeit: 118—153 km/h; Zentraldruck: >= 980 hPa
  • Kat. 2: Windgeschwindigkeit: 154—177 km/h; Zentraldruck: 965—979 hPa
  • Kat. 3: Windgeschwindigkeit: 178—209 km/h; Zentraldruck: 945—964 hPa
  • Kat. 4: Windgeschwindigkeit: 210—249 km/h; Zentraldruck: 920—944 hPa
  • Kat. 5: Windgeschwindigkeit: < 250 km/h; Zentraldruck: < 920 hPa

Atlantische Kalt- und Warmphasen

Die Kalt- und Warmphasen im Nordatlantik sind Teil der so genannten Atlantic Multidecadal Oscillation (AMO). Ihr liegt ein Mechanismus zugrunde, den man mit einem großen Wasserförderband im Ozean vergleichen kann, das abwechselnd intensiv und weniger intensiv arbeitet. Dies führt dazu, dass in bestimmten Regionen des Ozeans die Meeresoberflächentemperatur über einige Jahrzehnte hinweg ungewöhnlich hoch bzw. ungewöhnlich niedrig ist. Man bezeichnet diese Wasserumwälzung, die durch die Temperatur und den Salzgehalt des Wassers angetrieben wird, als thermohaline Zirkulation.

Natürliche Klimaschwankung

Natürliche Klimaschwankungen lassen sich nach den jeweiligen Zeitskalen differenzieren. Sie werden nicht durch äußere Einflüsse auf das Klimasystem der Erde — z. B. Veränderungen der Sonneneinstrahlung oder anthropogene Treibhausgasemissionen — hervorgerufen. Beispiele für natürliche Klimaschwankungen sind die El-Nino/Southern-Oscillation-Ereignisse (Zeitskala mehrere Jahre), die Nordatlantische Oszillation (Zeitskala quasi-dekadisch) und die Atlantic Multidecadal Oscillation (Zeitskala von mehreren Jahrzehnten).