03 Globale Erwärmung
Gleichzeitig wird die natürliche Schwankung zwischen diesen Phasen offenbar noch durch einen überlagerten langfristigen Erwärmungsprozess verstärkt, so dass Meeresoberflächentemperatur und Hurrikanaktivitätsniveau von Warmphase zu Warmphase zunehmen (Abb. 4). Der Anstieg in der jährlichen Anzahl schwerer Hurrikane von 2,6 auf 4,1 von der letzten zur aktuellen Warmphase entspricht einer Steigerung um 58 %.* Es spricht vieles dafür, dass der Klimawandel für die langfristige Erwärmung verantwortlich ist. Das gegenwärtig außergewöhnlich hohe Aktivitätsniveau geht höchstwahrscheinlich auf die seit Mitte der 1990-er Jahre vorherrschende Warmphase zurück, die noch mehrere Jahre andauern wird, mit Verstärkung durch den eher linearen Prozess der globalen Erwärmung.
Es gibt eindeutige Hinweise darauf, dass sowohl der natürliche Klimazyklus als auch die globale Erwärmung nicht nur die Gesamthäufigkeit, sondern auch die Häufigkeit des Landübergangs der Wirbelstürme beeinflussen. Zwischen der letzten Warmphase (ca. 1926 bis ca. 1970) und der aktuellen seit ca. 1995 ergeben sich folgende Zunahmen für die mittlere jährliche Anzahl von Landübergängen (Abb. 5):
| Hurrikane Saff.—Simp. 3—5: |
+67 % (von 0,6 auf 1,0) |
| Hurrikane Saff.—Simp. 1—5: |
+33 % (von 1,8 auf 2,4) |
| Trop. Stürme und Hurrikane 1—5: |
+47 % (von 3,4 auf 5,0) |
Dieser Vergleich ist vor allem mit dem Einfluss der globalen Erwärmung zu verbinden.
Der Niveauwechsel zwischen der letzten Kalt- (ca. 1971 — ca. 1994) und der aktuellen Warmphase seit 1995 schlägt auf die Anzahl der Landübergänge in folgender Weise durch (Abb. 5):
| Hurrikane Saff.—Simp. 3—5: |
+233 % (von 0,3 auf 1,0) |
| Hurrikane Saff.—Simp. 1—5: |
+100 % (von 1,2 auf 2,4) |
| Trop. Stürme und Hurrikane 1—5: |
+100 % (von 2,5 auf 5,0) |
Dieser Vergleich ist primär als Indiz für die natürliche Klimaoszillation zu sehen.
* Die Beobachtungsdaten aus dem Zeitraum vor Beginn der Flugzeugaufklärung ab Mitte der 1940er Jahre sind insbesondere für die Intensitätszuordnung weniger gesichert als die Daten aus späterer Zeit, da man auf Schiffsbeobachtungen angewiesen ist.