01 Ozeantemperaturen und Wirbelsturmintensitäten weltweit

Eine wissenschaftliche Studie des Scripps-Instituts (Barnett et al. (2005), Science) konnte durch Vergleich von Messungen der Ozeantemperaturen mit entsprechenden Modellsimulationen eine große Wahrscheinlichkeit dafür finden, dass die anthropogene Klimaerwärmung einen starken Einfluss auf die Erhöhung der Temperaturen in den obersten Schichten der Ozeane hat, die man in den Daten seit 1960 erkennt (vgl. Tourre/White GRL (2005)).

Weitere wissenschaftliche Studien aus den USA (Emanuel (2005), Nature; Webster et al. (2005), Science) konnten folgendes zeigen: In allen tropischen Ozeanen ist für die jeweilige Sommersaison ein Erwärmungstrend belegt, der seit 1970 im Mittel 0,5°C beträgt. Die Intensität der auftretenden tropischen Wirbelstürme, die sich in den Aspekten maximale Windgeschwindigkeit und Zeitspanne mit hohen Windgeschwindigkeiten zeigt, nimmt in Korrelation mit der Meeresoberflächentemperatur zu (Abb. 1). Als Konsequenz aus diesem Zusammenhang hat weltweit der Anteil schwerer tropischer Wirbelstürme (Saffir-Simpson-Kategorien 4-5) an der jährlichen Gesamtanzahl für alle Ozeanbecken zugenommen. Auch in absoluten Zahlen zeigt sich ein steiler Anstieg von rund 8 pro Jahr zu Beginn der 1970-er Jahre auf 18 pro Jahr im Zeitraum 2000-2004. Das ist mehr als eine Verdoppelung. Gleichzeitig hat der Anteil der schwächeren Wirbelstürme (Saffir-Simpson-Kategorie 1) abgenommen, während die mittleren Ausprägungen (Saffir-Simpson-Kategorien 2-3) keinen eindeutigen Trend zeigen (Abb. 2).