Ergebnisse
Für die Weiterentwicklung der Trendanalyse war es ein wichtiger Schritt, die Elementarschadenereignisse in eine siebenstufige Katastrophenskala einzuteilen. Indem man Ereignisse bestimmten Größenklassen zuordnet, kann man Trends genauer untersuchen.
Fest steht: Die verheerenden und großen Katastrophen der Kat-Klassen 5 und 6 sind für das Gros der Schäden
und Todesopfer verantwortlich. Sie forderten 86 % aller Menschenleben und verursachten 86 % der Gesamtschäden sowie 80 % der versicherten Schäden. Allerdings fallen in diese Kategorie nur 3 % aller Ereignisse.
Noch dominieren weltweit Kleinschadenereignisse, allerdings zeichnet sich ein Trend zu immer schwereren und teureren Naturkatastrophen ab. Positiv entwickelte sich die Qualität der Berichterstattung offizieller Institutionen über die volkswirtschaftlichen Auswirkungen. Dies ist erfreulich, denn nur wenn Entscheidungsträger das tatsächliche Ausmaß von Naturkatastrophen kennen, können richtige und effiziente Maßnahmen eingeleitet werden, um diese zu bekämpfen, zu mildern oder ihnen vorzubeugen.
Fazit
Um die Folgen des ungebremsten Trends zu immer größeren und katastrophaleren Naturereignissen abzuschwächen, sind weltweit zahlreiche Maßnahmen erforderlich. So muss Wissen geschaffen und das Bewusstsein sensibilisiert werden. Für die Menschen im Risiko ist es wichtig zu wissen, wie sie vor drohenden Ereignissen oder während einer Katastrophe reagieren sollen, um ihr Leben zu retten. Die beste materielle Vorsorgemaßnahme bleibt der Versicherungsschutz. Auch Menschen in ärmeren Regionen könnten durch so genannte Microinsurance-Lösungen finanziell abgesichert werden. Die Münchener Rück, die Weltbank sowie lokale Erstversicherer bieten bereits in einigen Ländern der Welt die Möglichkeit zur erschwinglichen Basisversicherung — mit großem Nutzen für die Betroffenen.
« zurück