Die Analyse

  • Ein Vergleich der prozentualen Verteilung der Ereignisarten zeigt, dass in den drei Hauptklassen kaum Unterschiede erkennbar sind. Eine Ausnahme bilden Erdbeben und Vulkanausbrüche. Die Sturmereignisse verteilen sich sogar absolut gleichmäßig auf die drei Hauptgruppen. Insgesamt dominieren wetterbedingte Naturkatastrophen mit einem Anteil von über 85 % in allen Kat-Klassen (Grafik: Prozentuale Verteilung der Ereignisse).
  • Betrachtet man die Zahl der Ereignisse von 1980 bis heute unterteilt nach den sechs Katastrophenklassen, zeigt sich, dass der Anteil der Katastrophen in Klasse 1 kleiner wird; hingegen ist ein deutlicher Anstieg in Klasse 2 und 3 festzustellen (Grafik: Anzahl der Ereignisse pro Jahr).
  • Die Aufteilung nach Kontinenten verdeutlicht, dass bei der Zahl der Ereignisse Asien — der bevölkerungsreichste Kontinent mit den meisten Städten und Ballungsgebieten — dominiert. Hier wurden 4.500 Ereignisse registriert, 70 % davon waren Kleinschadenereignisse. Allerdings verzeichnete der asiatische Kontinent auch die meisten verheerenden und großen Naturkatastrophen (225).
  • Auch bei der Zahl der Opfer ist Asien mit mehr als 800.000 Toten am schwersten betroffen; die Ereignisse der Kat-Klassen 5 und 6 forderten fast 90 % der Todesopfer (verheerende und große Naturkatastrophen).
  • Beim Vergleich Europa und Nordamerika (USA und Kanada) fällt auf, dass auf beiden Kontinenten etwa gleich viele Naturkatastrophen geschahen (Grafik: Naturkatastrophen — Europa und Nordamerika im Vergleich). In Europa überwogen eher Kleinschadenereignisse, während Nordamerika einen höheren Anteil an mittelschweren und großen Naturkatastrophen (Kat-Klassen 3 bis 6) verzeichnete. Diese Tendenz machte sich auch bei den Schäden bemerkbar: Nordamerika musste dreimal so hohe Gesamtschäden verkraften wie Europa und viermal so viele versicherte Schäden. Absolut betrachtet kamen in Europa mehr Menschen ums Leben — dafür war jedoch ein einziges Ereignis verantwortlich, die Hitzewelle 2003, die ganz Europa erfasste. Traurige Bilanz: mehr als 35.000 Todesopfer.

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