China weltweiter Marktführer im Solarthermie-Sektor
Mit inzwischen 60 % der global installierten Kapazität ist China Marktführer im Solarthermie-Sektor. Die Nation nutzt zudem die Geothermie bereits in größerem Maßstab und ist auch bei der Wasserkraft führend.
In nur drei Jahren hat China mithilfe erneuerbarer Energien für eine Million Menschen in entlegenen Regionen den Zugang zu Strom geschaffen. Das alles zeigt: China steht bei erneuerbaren Energien nicht am Anfang.
Deutschland will mit der Volksrepublik China auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien zusammenarbeiten. Unter anderem haben die beiden Länder die Initiative "German Chinese Sustainable Fuel Partnership" gestartet. Dabei geht es um erneuerbare Energien im Verkehr, um biogene Kraftstoffe, synthetische Kraftstoffe aus Biomasse und um Wasserstoff als Kraftstoff.
Erneuerbare Energien für eine schnell wachsende Volkswirtschaft?
Bis etwa 1994 war China im Großen und Ganzen autark in seiner Energieversorgung. Der Ausbau der erneuerbaren Energie kann diesen Zustand wieder herbeiführen, insbesondere die Ölimporte verringern helfen. Das befriedigt das Bedürfnis Chinas nach langfristiger Energiesicherheit.
Derzeit gibt es in der Volksrepublik streng genommen nur drei Arten von Energieträgern: Kohle, Öl und Wasserkraft. Kohle trägt mit 65% zur Deckung des Energieverbrauchs bei, Öl mit 25 % und Wasserkraft mit 7 %. Diese drei Energieträger machen 97 % des gesamten Energieverbrauchs aus. Kernkraft und Gas tragen insgesamt nur 3 % zur Energieerzeugung bei. Alle anderen Energieträger spielen nur eine kleine Rolle — bisher.
Mit erneuerbaren Energien kann China aber beispielsweise die Infrastruktur in ländlichen Regionen schnell und kostengünstig verbessern. Denn die dezentralen erneuerbaren Energien ermöglichen es, auch ohne Investition in überregionale Versorgungsnetze den Bewohnern abseits der Metropolen ausreichend Elektrizität zur Verfügung zu stellen.
Unterzeichnetes Kioto-Abkommen: China erkennt Bedeutung des Klimaschutzes
Ein weiteres Argument für den Ausbau der erneuerbaren Energien in der Volksrepublik China ist, dass das Land das internationale Kioto-Abkommen unterzeichnet hat, ein Teilprotokoll der Klima-Rahmenkonvention der Vereinten Nationen für den Klimaschutz.
Das Abkommen schreibt den Schwellenländern zwar nicht wie den Industrieländern verbindliche Ziele vor, sie sollen aber durch Technologiepartnerschaften in die Lage versetzt werden, ihre Treibhausgasemissionen zu stabilisieren.
Die Treibhausgase gelten als Ursache der globalen Erwärmung und China ist nach den USA der zweitgrößte Produzent von CO2. China hat mit der Unterzeichnung des Kioto-Protokolls gezeigt, dass das Land die künftige Bedeutung des Klimaschutzes erkannt hat: Er wird eine der Grundvoraussetzungen sein, um in den kommenden Jahrzehnten eine Basis für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum aufzubauen.
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