Feuer und Eis

Nicht nur im Zusammenhang mit dem Klimawandel geht von Gletschern eine Gefährdung für Menschen und Güter aus. Andere Ereignisse, wie z.B. Erdbeben oder Vulkanausbrüche können in ihrer Wirkung ebenfalls durch das Vorhandensein von Schnee und Eis verstärkt werden.

So kamen 1962 und 1970 in Peru mehrere tausend Menschen ums Leben, als Erdbeben aus dem Gipfelgletscher des 6768 m hohen Huascarán gewaltige Schnee- und Eismassen lösten.

1985 ließen beim Ausbruch des kolumbianischen Vulkans Nevado del Ruíz Lava und heiße Asche große Mengen eines Gletschers abtauen. Im so entstandenen heißen Lahar starben 23.000 Menschen.

Der Ausbruch des Bardarbunga-Grimsvötn-Vulkansystems unter dem isländischen Vatnajökull-Gletschers im Jahre 1996 verursachte eine gigantische Schmelzwasserflut, einen so genannten Jökulhlaup, die Schäden zwischen 10 und 15 Millionen US$ zur Folge hatte.