Ursachen und Folgen

Das Klima der Erde beeinflusst unsere Lebensbedingungen wesentlich. Der vom Menschen verursachte Treibhauseffekt ist dabei, diese Lebensgrundlagen nachhaltig zu verändern — und zwar ohne dass wir die Folgen kontrollieren könnten. Eine dieser Konsequenzen dürfte die weitere, verschärfte Zunahme von extremen Wetterereignissen sein.

Seit 1861 gibt es Messungen, mit denen man die globale Mitteltemperatur bestimmen kann; zuverlässige Schätzungen der Temperatur in der nördlichen Hemisphäre existieren für die letzten 1.000 Jahre aus indirekten Beobachtungsverfahren. Sie zeigen einen klaren Trend: Die Durchschnittstemperatur der Erde steigt — allein seit 1900 global um 0,7 °C, in Deutschland sogar um 0,9 °C. Die zehn wärmsten Jahre seit Beginn der Temperaturaufzeichnung fallen alle in die Zeit nach 1995. Im Jahr 1998 gab es gar einen neuen Rekord: Die Temperatur erreichte einen Höchstwert, der alle Werte übersteigt, die im letzten Jahrtausend ermittelt wurden.

Die Erde heizt sich auf

Ein Temperaturanstieg um 0,7 °C mag moderat erscheinen. Aber: Zwischen Eiszeit und Warmzeit, die sich aufgrund natürlicher Faktoren abwechseln, liegt nur ein Unterschied von 6-7 °C in der globalen Mitteltemperatur! Gerade die besonders starke Erwärmung in den letzten drei Jahrzehnten kann mit natürlichen Einflüssen nicht mehr erklärt werden. Für die Wissenschaftler der GeoRisikoForschung der Münchener Rück steht daher fest: Diese Klimaerwärmung ist im Wesentlichen vom Menschen gemacht und sie wird massive Auswirkungen haben.