Nach dem Sturm: Die Pride of America liegt mit Schlagseite an der Pier. Sie wurde erst im Juni–2005 der Reederei übergeben - mehr als ein Jahr nach dem ursprünglichen Termin.

Chronologie der Schadenfälle

Willem van der Zwan, Januar 2007

Ein Brand, der während Reparaturarbeiten ausbrach, verursachte einen Totalschaden des im Jahr 2000 gebauten niederländischen Trawlers Willem van der Zwan (9.375 GT, Länge 142 m). Der versicherte Schaden wird auf über 40 Millionen US$ geschätzt.

Lindoe NB–No.–203 (Emma–Maersk), Juni 2006

Und wieder Feuer: Ein Brand beim Bau der Emma Maersk, eines der weltweit größten Containerschiffe (93.500 GT, rund 13.000 TEU, Länge 397 m), verursachte vor allem Schäden im Deckshaus des Containerriesen, der bereits zu rund 95 % fertiggestellt war. Möglicherweise entzündeten Schweißarbeiten das Feuer, das einen geschätzten Schaden in zweistelliger Millionenhöhe verursachte.

Pride of America, Januar–2004

Die Pride of America (80.439 GT, Länge 283 m) erlitt einen immensen Schaden, während sie am Ausrüstungskai der Werft lag. Ein Sturm brachte das Kreuzfahrtschiff zunächst in leichte Schräglage, sodass durch mehrere Montageöffnungen an der Steuerbordseite - der Seite, die der Ausrüstungspier zugeneigt war - Wasser eindrang. Das Schiff bekam dadurch noch mehr Schlagseite und die vier unteren Decks einschließlich des Maschinenraums liefen voll Wasser. Die Pride of America setzte auf den Grund des Hafens auf. Bergung und Schadenbeseitigung nahmen mehrere Monate in Anspruch und kosteten die Versicherer insgesamt rund 225 Millionen US$.

Al Riyadh, Januar–2004

Bei Reparaturarbeiten in einer Werft verursachte ein Brand auf der Megayacht Al Riyadh (Baujahr 1978, Länge 60 m) einen geschätzten Schaden von 30 Millionen US$.

Westerdam, Oktober 2003

Ein Feuer auf Deck Nummer 6 des Kreuzfahrtschiffneubaus Westerdam (86.000 GT, Länge–290 m), das sich bereits an der Ausrüstungspier der Werft befand, breitete sich über mehrere Decks aus. Der Schaden wird auf über 60 Millionen US$ beziffert.

Taifun Maemi, September 2003

Taifun Maemi beschädigte mehr als 20 Schiffe auf verschiedenen koreanischen Werften. Teilweise riss der tropische Wirbelsturm Schiffsneubauten vom Ausrüstungskai los. Man schätzt den versicherten Gesamtschaden auf 30 bis 50 Millionen US$.

Costa Fortuna, April 2003

Der Brand auf Deck Nummer 8 des sich in Bau befindlichen Kreuzfahrtschiffs Costa Fortuna (101.350 GT, Länge–272 m) führte auch zu Schäden auf den Decks 7 bis 9. Der Gesamtschaden wird auf 20 bis 40 Millionen US$ geschätzt.

Diamond Princess, Oktober 2002

Ein Feuer auf dem Kreuzfahrtschiff Diamond Princess (115.875 GT, Länge–290 m) beschädigte das fast fertiggestellte Schiff erheblich. Man schätzt den versicherten Gesamtschaden einschließlich der Forderungen wegen der verspäteten Übergabe des Schiffs auf rund 310 Millionen US$.

« zurück  |  weiter »