Riskoanalyse

Unternehmen sind heute vielfältigen Risiken und Gefahren ausgesetzt. Um diesen Risiken gerecht zu werden, bedarf es zahlreicher Instrumentarien. Diese reichen von Risikomanagement-Prozessen über Risikosensibilisierung und Risikoanalyse bis hin zur Risikobewertung sowie verschiedenen Risikosteuerungsmechanismen.

Risiken eines Unternehmens

Unternehmen sind heutzutage einem vielfältigen Gefährdungsspektrum durch Haftpflichtrisiken ausgesetzt, was wir fast täglich in der Presse lesen können. Um sinnvoll und effizient mit diesen Risiken umzugehen, ist es unumgänglich, zunächst die Risikolage des Unternehmens einzuschätzen und abbilden zu können. Nicht bei allen Risiken bedeutet die bloße Existenz eine Bestandsgefährdung oder eine empfindliche Schwächung des Unternehmens.

Unter einem Risiko wird die Gefahr verstanden, dass Ereignisse oder Handlungen ein Unternehmen daran hindern, seine Ziele zu erreichen bzw. seine Strategien erfolgreich umzusetzen — also alle Ereignisse oder Handlungen, die den Erfolg oder den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Vor allem auf dem Gebiet der Haftpflicht können Personen-, Sach- und Vermögensschäden vielgestaltig und weit reichend sein.

Nicht nur Unterstützungsprozesse (z. B. Umweltmanagement, Projektmanagement, Informationsmanagement) und Kernprozesse (Lieferanten, Forschung und Entwicklung), sondern auch folgende Punkte können Unternehmen gefährden: die Produktion (mangelhafte Produktion durch fehlendes Qualitätsmanagement, schlechter Brandschutz), die Belegschaft (Unzuverlässigkeit, Sabotage, Industriespionage), Kunden (einige wenige Hauptabnehmer —ict im Falle eines Verlustes kann dies zum wirtschaftlichen Ruin des Unternehmens führen), die Geschäftsführung (mangelhafte Kontrolle der Geschäftsabläufe, fehlerhaftes Investment) und externe Prozesse (Beschlagnahmung von Vermögen im Ausland, Naturgefahren, Währungsrisiken, verspätete Rohstofflieferung, Dumpingpreispolitik eines Konkurrenten).

Diese Risiken können sich sehr kurzfristig auswirken, oder aber das Ergebnis schleichender Prozesse sein.