Christoph Kufner und Rupert Flatscher

Internetrisiken: Reale Bedrohungen aus dem Netz

Kaum ein Unternehmen kommt heute ohne das Internet aus. Die Abwehr von Gefahren, die von Hackern und Viren ausgehen, verlangt nicht nur von den IT-Abteilungen ein hohes Maß an Kreativität. Auch die Versicherungswirtschaft sieht sich völlig neuen Risiken ausgesetzt, die es zu beherrschen gilt.

Die weltweite Vernetzung von IT-Systemen ist ein wesentlicher Bestandteil der modernen Geschäftswelt. Das World Wide Web dient dabei nicht nur als zeitgemäßer Absatzkanal, sondern ist in vielen Fällen auch ein effizientes Medium der Zulieferkette. In vielen Bereichen der Industrie haben Just-in-time-Anforderungen und die hieraus resultierende konsequente Nutzung des Internets dazu geführt, dass der Lagerbestand drastisch reduziert werden konnte.

Der Fortschritt der elektronischen Medien stellt die Versicherungswirtschaft vor neue Herausforderungen. Denn die komplexe Welt aus lokalen Netzen, die über Knotenpunkte miteinander verbunden sind, ist anfällig für Störungen und Ausfälle, die zu schweren Schäden an Computersystemen oder Daten führen können. Gefahren sind vor allem Viren, Hackerangriffe oder die Blockierung von Webseiten durch so genannte Denial-of-Service-Attacken. Hierbei werden Unternehmensserver gezielt mit Anfragen aus dem Internet überlastet und so zum Absturz gebracht.

Auch unbeabsichtigte Störungen wie der Ausfall externer Netze oder des Internetproviders können je nach Branche schwer wiegende Konsequenzen nach sich ziehen. Im Extremfall, etwa bei Onlinehändlern oder Onlinebanken, kann das Geschäft völlig zum Erliegen kommen.

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