Naturgefahren
Die Erde unter Dubai ist zwar seismisch aktiv, Erdbeben - durch Verschiebung der Arabischen gegen die Eurasische Platte - ereigneten sich bislang aber immer auf der iranischen Seite des Persischen Golfs. Der Burj ist erdbebensicher bemessen - die seismischen Kennziffern in den vertikalen und horizontalen Lastfällen für die Gründung und das aufgehende Bauwerk wurden berücksichtigt.
Stürme, stürmische See und nennenswerte Niederschläge drohen nicht. Der in dieser Gegend typische Shamal (ein Sandsturm) ist berechenbar und sein Auftreten gut vorherzusagen. Gefährliche Turbulenzen treten nur bis etwa 300 m über der Landoberfläche auf.
Doch bereits der normale Wind ist stark. Die maximale Auslenkung der Antenne auf der Spitze des Burjs wird auf ±12 m berechnet. Windkanaluntersuchungen wurden bis zu einer Gebäudehöhe von 900 m erfolgreich durchgeführt. Die Struktur des Turms bildet ein Y-förmiger Gebäudekern sowie drei Flügel. Diese sind besonders in den unteren Etagen mit zahlreichen Wänden spantenartig ausgesteift, um eine extreme Torsionssteifigkeit zu garantieren. Mit zunehmender Höhe enden die Gebäudeabschnitte so, dass sich der Turm spiralförmig verjüngt. Diese unregelmäßige Form des Wolkenkratzers lenkt die Windkräfte ab - ein Aufstauen wird verhindert.
Daneben sind die extrem hohen Temperaturen (bis zu 50 °C) und die Luftfeuchtigkeit im Sommer die Faktoren, welche die Baurisiken erhöhen. Der Baubetrieb unterliegt deshalb besonderen Anforderungen (siehe Abschnitt "Aufgehendes Bauwerk").