Risiken im Schadenfall

Die Tabelle bewertet die Risiken der erneuerbaren Energien im Vergleich zur konventionellen Energieerzeugung, wenn Schäden auftreten. Grüne Felder stehen für positive, rote für negative Eigenschaften. Erläuterungen zu den einzelnen Kriterien:

Häufigkeit der Schäden an der Anlage durch innere und äußere Ursachen

Bei Windkraftwerken ist die Schadenhäufigkeit vor allem wegen innerer Schäden sehr hoch. Immer wieder stellt sich heraus, dass einzelne Komponenten wesentlich stärker belastet werden als ursprünglich angenommen. Auch bei den anderen Arten, erneuerbare Energie zu erzeugen, treten wegen mangelnder Erfahrung noch viele technische Probleme auf.

Betrag des Einzelschadens

Die Höhe des Schadens richtet sich nach dem Wert der Anlagen und den Nebenkosten, die bei einem Schaden auftreten. Hohe Kosten fallen deshalb bei Einzelschäden von Großanlagen an, aber auch bei Kleinanlagen im Meer. Im Vergleich zum Anlagenpreis entstehen hohe Kosten durch den Aufwand für Spezialschiffe und Taucher.

Gefährdung der Umwelt im Schadenfall

Eine Gefährdung der Umwelt ist bei Kernkraftwerken sehr unwahrscheinlich, da sie in der Regel mit höchstem Aufwand überwacht werden. Die Folgen eines solchen Schadens können jedoch verheerend sein, wie sich im Fall von Tschernobyl gezeigt hat. Auch Wasserkraftwerke können bei einem Dammbruch große Umweltschäden anrichten.

Terror

Wenn man das Terrorrisiko einschätzt, ist es entscheidend, ob ein Objekt als Ziel für Terroristen interessant ist und welche Auswirkungen ein Terroranschlag hat. Ein Windpark, der aus vielen einzelnen Windturbinen im Abstand von mehreren hundert Metern besteht, ist zum Beispiel kein attraktives Ziel für einen Angriff mit einem Flugzeug oder mit Sprengstoff. Ein Angriff auf ein Kernkraftwerk oder die Sprengung eines Staudammes kann dagegen katastrophale Auswirkungen haben. Diese Tabelle gibt einen Ausschnitt der wichtigsten Gefahren und der Versicherungslösungen wieder, die dafür angeboten werden können.