Energiespeicher der Zukunft
Zur Speicherung und Verteilung von Energie wird in den nächsten Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit neben die fossilen Brennstoffe Kohle, Erdöl mit seinen Derivaten, Gas und die Sekundärenergie Elektrizität der Edelbrennstoff Wasserstoff treten, der wie Erdgas in Pipelines verteilt und in Speichern gelagert werden kann.
Dieses neue Sekundärenergiesystem kann in allen Bereichen dank des umweltunschädlichen Wasserstoffs die fossilen Brennstoffe ersetzen, wobei es keine CO2-Belastung der Atmosphäre gibt und lediglich bei der Umsetzung mit Luft anstelle von Sauerstoff eine geringfügige Stickoxydemission auftritt. Brennstoffzellen verschiedenster Bauart können damit bei hohen Wirkungsgraden an die Stelle klassischer thermischer Kraftwerke treten.
In der Verkehrstechnik kann die Brennstoffzelle in Verbindung mit elektrischem Antrieb die bisherigen Verbrennungsmotoren ersetzen. Ungeklärt ist noch die ökologisch vertretbare wettbewerbsfähige Erzeugung des Wasserstoffes.
In allen Prognosen verbleiben nur drei Optionen:
Stromerzeugung aus preiswerter Wasserkraft, wie es das "Quebecproject" vorsah, aus Kernenergie und aus Photovoltaik. Aus heutiger Sicht können nur Wasserkraft und Kernenergie wirtschaftlich und umweltverträglich die benötigte elektrische Arbeit für die Herstellung von Wasserstoff aus Wasser durch Elektrolyse bereitstellen.
Die friedliche Nutzung der Kernenergie begegnet emotionalen und politischen Widerständen, ist jedoch nach wie vor für die Elektrizitätserzeugung besonders in Ländern ohne große fossile Brennstoffreserven, z. B. in Japan, unverzichtbar. Nach den weltweit geltenden Verfahren für die Beurteilung von Risiken zählt die Stromerzeugung in Kernkraftwerken zu den sichersten verfügbaren Techniken. Dabei werden die größten bisher eingetretenen Unfälle Three Mile Island (1979) und Tschernobyl (1986) berücksichtigt.
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