Bekämpfungs- und Kontrollstrategien
Bei einem Blowout muss rasch und richtig reagiert werden. Maßgeschneiderte Blowout-Contingency-Plans (BCP) sind international eingeführt, sie umfassen allgemeine Notfallregeln, Kontrollstrategien und geben Arbeitsanweisungen. Werden solche Pläne erfolgreich angewendet, trägt dies maßgeblich zur Schadenminimierung bei.
Komplexe Blowout-Control-Projects können vor allem dann sehr effektiv realisiert werden, wenn Bohrmannschaft, der Blowout-Control-Advisor und Lieferanten gemeinsam den Notfallplan erarbeitet haben und umsetzen. In den USA beispielsweise haben sich Well-Control-Incident-Management-Systems und Blowout-Control-Alliances bewährt. Das National Interagency Incident Management System (NIMS) und das Incident Command System (ICS) entwickelte man nach dramatischen Schäden in den 70er-Jahren.
Fazit
Nach dem Schaden konkretisierte man die Arbeitsanweisungen bei Spülverlusten. Außerdem soll künftig bei der Ausbildung von Bohrmannschaften das richtige Verhalten bei Gasausbrüchen nicht nur umfangreich geschult werden, sondern zusätzlich auch bedeutender Prüfungsbestandteil sein.
Ein Notfallteam muss schnell und kontinuierlich alle Möglichkeiten abwägen sowie Faktoren berücksichtigen, die dazu führen können, dass eine gewählte Strategie scheitert: z. B. Sicherheitsrisiken, Kontaminationen, logistische Hemmnisse, verfügbare Ressourcen, Belange der Öffentlichkeit und Eskalationsgrad. Vielschichtige Entscheidungen sind erforderlich, insbesondere wenn bei der Schadenbehebung wie im geschilderten Fall zwei Strategien parallel verfolgt werden.
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