Schadenhöhe und Regulierung
Die erste Schadenschätzung lag im oberen einstelligen Millionen-PLN-Bereich (PLN = polnische Zloty). Sie erhöhte sich allerdings rasch auf rund 30 Millionen PLN: Denn die Reparatur- und Ersatzkosten für Sachschäden – insbesondere die für die gleichzeitigen Rettungsaktionen – und auch die Kosten für den Gasverlust musste man aufgrund der schwierigen Schadensituation höher veranschlagen. Personenschäden waren glücklicherweise nicht zu verzeichnen.
Gerade Rettungskosten erhöhen oft die Schadensumme, da es weltweit nur wenige Spezialfirmen für derartige Arbeiten gibt und zudem Spezialausrüstung notwendig ist. In der Regel können auch nur Firmen mit bergamtlicher Zulassung beauftragt werden.
Problematisch war vor allem, die Kosten für den Gasverlust zu ermitteln. Die erste theoretische Schätzung von 10 Millionen PLN war mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, weil sie eine Fehlerabweichung von 25–50 % aufwies. Um den Schaden detaillierter abschätzen und bilanzieren zu können, mussten neben komplexen thermodynamischen Berechnungen auch Messungen durchgeführt werden.
Mit einer Massenbilanz konnte man schließlich einen realistischen Verlustbetrag bestimmen. Dieser war geringer als der theoretische – aber zuverlässiger. Die Schadensumme wurde demgemäß auf rund 8 Millionen PLN festgelegt.
Des Weiteren gab es Ansprüche aus der Haftpflichtversicherung z. B. für beschädigte Gebäude, Straßen und Ernteausfall in dem weiträumig abgesperrten Gebiet. Sie summierten sich ebenfalls auf einige Millionen Zloty. Der Schaden wurde letztlich mit rund 24 Millionen PLN (rund 5,5 Millionen €) reguliert.
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