Vorgehensweise

Erste Vorgehensweise

Da das Belastungsstück des Bohrlochs blockiert war, gelang es zunächst nicht, Wasser einzupressen. Erst nachdem man es abgekühlt hatte, konnte es mit einem Kran herausgezogen werden. Der Wasserdruck allein reichte dann aber nicht aus, die Bohrlochsicherung zu schließen. Die Zeit drängte, denn Leckagen bleiben selten stabil und können erodieren.

Eine Methode, sie abzudichten: Gummi, Gummibälle oder sogar Golfbälle werden als Dichtelemente in den Gasstrom eingebracht. So glückte es schließlich mit einem Gemisch aus Wasser und Gummikugeln, den Gasaustritt zu stoppen. Eine neue Bohrlochsicherung konnte eingebaut werden. Die Rettungsaktion war nach knapp zwei Wochen abgeschlossen.

Zweite Vorgehensweise

Die zweite Strategie sah vor, eine Entlastungsbohrung (Notbohrloch) etwa 300 m entfernt zu setzen. In einer Tiefe von etwa 1.500 m würde dann Dichtungsflüssigkeit in das Bohrloch eingepumpt und somit der Gasaustritt eingedämmt werden. Für die Bohrung veranschlagte man mindestens zwei Wochen. Die Arbeiten konnten aber bei einer Tiefe von rund 300 m eingestellt werden, als feststand, dass die erste Strategie erfolgreich war.

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