Elektronikversicherung
Neben den klassischen technischen Anlagen des Industriezeitalters kamen in den 20er-Jahren elektromechanische Geräte wie Telefone, Elektrouhren, Fernmeldeanlagen und in größerem Umfang medizintechnische Geräte wie die Röntgenapparate auf, deren Betriebsrisiken versichert werden sollten.
1919 wurde in Hamburg die Telephon-Versicherungs- GmbH gegründet, deren Unternehmenszweck in erster Linie die technische "Instandhaltung und Beaufsichtigung von Telephon und sonstigen Schwachstromanlagen" war. Erst einige Jahre später entwickelte sich eine echte Versicherung solcher Schwachstromanlagen, nachdem die ELEKTRA Versicherungs-AG in Frankfurt am Main am 18. Juni 1923 und die TELA Versicherungs-AG in München am 29. September 1926 gegründet worden waren.
Der Masseneinsatz elektrischer Geräte in der Aufschwungphase nach dem Zweiten Weltkrieg sowie die Erfindung des Transistors und der Halbleitertechnik mit heute allgegenwärtigen Computer- und Telekommunikationssystemen brachten einen enormen Aufschwung der Elektronikversicherung mit ihren Ergänzungen wie Datenträger- und Softwareversicherung sowie zugehörigen Betriebsunterbrechungsdeckungen einschließlich Netzwerkausfall-Versicherung.
Nach dem Vorbild von Maschinen- und Maschinen-Betriebsunterbrechungsversicherung wurden, den Bedürfnissen der Versicherungsnehmer entsprechend, auch Sonderformen dieser Bestandsdeckungen entwickelt, z. B. die Elektround Gasgeräteversicherung des Hausrats, die Maschinen- und Kaskoversicherung von fahrbaren Geräten, die Leasing-, Flugtriebwerke-, Landmaschinen- und Kühlgutverderbversicherung.
« zurück | weiter »