Gentech-Information

Ausgewählte versicherungsrelevante Beiträge rund um das Thema Gentechnologie.

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1. Quartal 2005

Weltweite Fläche mit gentechnisch veränderten (gv) Pflanzen auf 81 Mio. Hektar gestiegen

Die Flächen mit gentechnisch veränderten Pflanzen haben sich 2004 gegenüber 2003 erneut um 20 % auf 81 Mio. Hektar vergrößert, so die internationale Agrobiotechnologie-Agentur ISAAA. 8,25 Mio. Landwirte in 17 Ländern bauten gv-Pflanzen an, wobei der Flächenzuwachs erstmals in den Entwicklungsländern größer war als in den Industrieländern. Der Marktwert gentechnisch veränderter Pflanzen war 4,7 Mrd. $ im Jahr 2004 und wird für 2005 auf über 5 Mrd. $ geschätzt. Für 2015 prognostiziert ISAAA, dass mehr als 15 Mio. Landwirte in 30 Ländern auf 150 Mio. Hektar gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen werden.

Die wichtigsten Anbauländer sind die USA (59 % der Gesamtanbaufläche), Argentinien (20 %), Kanada 6 %), Brasilien (6 %), China (5 %), Paraguay (2 %), Indien (1 %), Südafrika (1 %) - daneben Uruguay, Australien, Mexiko, die Philippinen, Honduras und Kolumbien. In Europa nutzen nur Rumänien (100 000 ha Soja) und Spanien (60 000 ha Mais) gv-Pflanzen in nennenswertem Umfang. In Deutschland werden gv-Pflanzen im Rahmen des Erprobungsanbaus angebaut.

Die wichtigste gentechnisch veränderte Pflanze ist die Sojabohne, die auf 48,4 Mio. Hektar bzw. 56 % der weltweiten Sojafläche angebaut wird. Mais ist mit 19,3 Mio. Hektar (14 % der weltweiten Maisfläche) die zweitwichtigste gentechnisch veränderte Kultur. Gentechnisch veränderte Baumwolle wird auf 9 Mio. Hektar (28 %) angebaut, gv-Raps auf 4,3 Mio. Hektar (19 %).

Die gentechnisch veränderten Eigenschaften sind nach wie vor fast ausschließlich Herbizidtoleranz und Insektenresistenz. Die Herbizidtoleranz (bei Soja, Mais, Raps und Baumwolle) zeichnet 72 % aller gv-Pflanzen aus, die Insektenresistenz 19 %, und eine Kombination beider Eigenschaften 9 %. Absolut gesehen stellt allein die herbizidtolerante Sojabohne 60 % der globalen gv-Anbaufläche, insektenresistenter Mais 14 %.

90 % der weltweit 8,25 Mio. Landwirte produzieren in Entwicklungsländern, allein 7 Mio. Farmer sind Baumwollbauern in China. Wenn China gentechnisch veränderten Reis zulässt, wird das ein weltweit bedeutender Schritt sein. Man erwartet dies schon für 2005 und es wird die weltweite Akzeptanz der Grünen Gentechnik maßgeblich beeinflussen.