Gentech-Information

Ausgewählte versicherungsrelevante Beiträge rund um das Thema Gentechnologie.

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2. Quartal 2004

FAO sieht Potenzial der grünen Gentechnik für Entwicklungsländer

In ihrem Jahresbericht vertritt die FAO (UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft) die Meinung, dass die grüne Gentechnik den weltweiten Hunger zwar nicht beseitigen kann, aber dazu beitragen könnte, ihn zu bekämpfen - insbesondere weil sie die konventionelle Züchtung ergänzt.

Die Vorteile der Gentechnik könnten auch Kleinbauern in den Entwicklungsländern nutzen. Beispiel: In China bauen 4 Millionen Kleinbauern gentechnisch veränderte Bt-Baumwolle an; sie erzielen bis zu 20 % mehr Ertrag und haben 70-% weniger Kosten für Pestizide.

Die FAO bemängelt, dass sich die derzeitige Forschung nicht auf Grundnahrungsmittel der Drittweltländer wie Cassava (Maniok) und Hirse bezieht. Hierauf sollten sich öffentliche Forschungsprogramme konzentrieren. Auch müssten Vorteile und Risiken von Fall zu Fall sorgfältig evaluiert und die Auswirkungen einer Zulassung genau überwacht werden.

Greenpeace kritisiert die Haltung der FAO als falsche Strategie: Es gebe keine technische Lösung für das Hungerproblem, es sei viel mehr eine Frage des politischen Willens und der ökonomischen Reformen.