1. Quartal 2004
Die Top Ten der Wissenschaft 2003
"Science", eine der wichtigsten und renommiertesten
Wissenschaftszeitschriften, zeichnet regelmäßig zum Jahreswechsel die
10 wichtigsten Entwicklungen, Entdeckungen, Erforschungen und Erfindungen des
Jahres aus. 2003 kommen 5 davon aus den Biowissenschaften:
2. Platz: Erforschung der Geisteskrankheiten (Depression und
Schizophrenie; u. a. Identifizierung von genetischen Anlagen)4. Platz: Small RNAs (grundlegende biologische Prinzipien zum
Abschalten von aktiven Genen mit vielversprechendem therapeutischem
Potenzial)7. Platz: Keimzellen aus embryonalen Stammzellen (damit kann ein Mann
Eizellen und eine Frau Samenzellen produzieren)9. Platz: Sequenzieren des Y-Chromosoms (das Y-Chromosom macht einen
Mann zum Mann); Strukturen dieses Chromosoms sind wesentlich älter als die
Menschheit: Es wurde bereits ernsthaft behauptet, dass das Y-Chromosom
langfristig verschwinden würde; das erscheint nunmehr
unwahrscheinlich.10. Platz: das Aushungern von Krebszellen (Antiangiogenese); zum
ersten Mal konnte in einer Studie an Darmkrebspatienten mit einem gentechnischen
Antikörper (Avastin) gezeigt werden, dass diese Therapie lebensverlängernd
wirkt.
Die Nummer 1 der "breakthroughs of the year" ist übrigens die Erforschung der
dunklen Materie, wodurch das Alter unseres Universums und seine
Ausbreitungsgeschwindigkeit bestimmbar wurden.