Biochips - Werkzeug der Medizin im 21. Jahrhundert

Biochips sind sehr kleine Probenträger aus Glas, Kunststoff oder Silizium. Auf ihnen können gleichzeitig mehrere tausend Gentests ablaufen und ausgewertet werden. In den nächsten Jahren werden Biochips in der klinischen Medizin Einzug halten. Jedes größere Diagnostiklabor wird Gentests mit dieser Methode anbieten.

Bei Tumoren erlauben Biochips eine bisher nicht mögliche diagnostische Präzision. Sie können besser als konventionelle Methoden vorhersagen, ob ein Krebs metastasieren wird, auf welche Medikamente er reagieren wird und wie die Überlebensprognose ausfällt. Ärzte werden bei Krebs schon bald ihre Entscheidungen anhand von Befunden treffen, die auf den Einsatz von Biochips beruhen.

Für eine individualisierte Arzneimitteltherapie müssen ebenfalls umfangreiche Gentests durchgeführt werden. Ein bereits verfügbarer Biochip scheint dies zuverlässig und kostengünstig zu ermöglichen. Sein Vertrieb wurde von der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA bereits genehmigt.

Biochips werden aber auch in der Wissenschaft eine wesentliche Rolle spielen, um die genetischen Grundlagen der Volkskrankheiten aufzuklären. Wenn diese Krankheiten dann erforscht sind, eröffnet der klinische Einsatz von Biochips enorme Möglichkeiten für eine prädiktive Medizin.

In dem Fachartikel, den wir zum Download anbieten, wird das Potenzial der Biochips an zwei Beispielen dargestellt: der Differenzierung und Prognosestellung bei Brustkrebs und der individualisierten Arzneimitteltherapie (Pharmakogenetik). Abschließend wird analysiert, inwieweit Biochips für Versicherer ein relevantes Thema sind: vereinzelt bereits heute, noch viel mehr aber in der Zukunft.

Bildquelle: Institut für Microtechnik Mainz GmbH (IMM)