Vom Gen zum Protein
Nicht Gene, sondern Proteine sind die Grundbausteine des Lebens. Sie bilden Muskelfasern, Nervenzellen oder Hormone. Proteine regeln zudem als Enzyme Stoffwechselvorgänge oder werden als Strukturproteine in Tier- und Pflanzenzellen verwendet.
Die Synthese der Proteine in einer Zelle erfolgt nicht im Zellkern, sondern im Zellplasma. Dort befinden sich die Eiweißfabriken der Zelle, sog. Ribosomen. Ribosomen benötigen für ihre Arbeit einen "Produktionsauftrag" des Zellkerns. Dazu wird der genetische Code eines Gens auf der DNA in ein chemisch eng verwandtes Molekül umgeschrieben ("transkribiert").
Dieses Transkript fungiert als so genannte Messenger-RNA (Boten-RNA). Nachdem das Gen im Zellkern abgelesen wurde, wandert die Boten-RNA zu den Ribosomen. Dort wird der genetische Code abgelesen, indem entsprechend der Basenabfolge Aminosäure an Aminosäure geknüpft wird, bis sich die komplette Proteinkette dreidimensional auffaltet.
In diesem Schritt wird die Sprache der Basen in die Sprache der Proteinbausteine übersetzt;darum nennt man dies auch Translation.
Der Triplett-Code wird von innen nach außen gelesen, jedes Triplett codiert eine von 20 Aminosäuren