30. August 2001
Pressemitteilung
Münchener-Rück-Gruppe hat sich im 1. Halbjahr in schwierigem Umfeld
gut behauptet / Umsatz und Ertrag mit zweistelligen Zuwachsraten / Erneut
1,25 Euro Dividende in Aussicht / In der Rückversicherung Rückgang
der Schaden-Kosten-Quote von hohem Niveau aus, aber weitere Bedingungsverbesserungen
in der bevorstehenden Erneuerungssaison erforderlich / Erstversicherungsgruppe
und Asset-Management entwickeln sich stetig
Trotz schwieriger Bedingungen für Weltwirtschaft und Kapitalmärkte
hat sich die Münchener-Rück-Gruppe im 1. Halbjahr 2001 gut behauptet.
Umsatz und Ertrag liegen - nach heutigem Kenntnisstand - weiter auf
Zielkurs. In der Rückversicherung bleiben allerdings die Schaden-Kosten-Quoten
trotz eines gewissen Rückgangs auf einem immer noch zu hohen Niveau, so
dass weitere Bedingungsverbesserungen in der bevorstehenden Erneuerungssaison
unumgänglich sind. Die Geschäftsfelder Erstversicherung und Asset-Management
entwickeln sich stetig; wesentliche Impulse ergeben sich in Europa aus der wachsenden
Nachfrage nach Vorsorgeprodukten.
Umsatz und Ertrag der Münchener-Rück-Gruppe steuern mit zweistelligen
Zuwachsraten auf die für das Gesamtjahr gesetzten Ziele zu und erlauben
wohl eine Wiederholung der Vorjahresdividende von 1,25 Euro, so Dr. Jörg
Schneider, Vorstandsmitglied für Rechnungswesen, Controlling, Steuern und
Informatik der Münchener Rück, bei der Präsentation der Zahlen.
Diese Aussage steht wie üblich unter dem Vorbehalt, dass sich bis zum Bilanzstichtag
das wirtschaftliche Umfeld, insbesondere die Lage auf den Kapitalmärkten,
nicht weiter verschlechtert und die Schadensituation im normalen Rahmen bleibt.
Der Konzernüberschuss stieg per 30.6.2001 auf 1,3 Mrd. Euro nach rund
650 Mio. Euro zur Jahresmitte 2000, das Ergebnis je Aktie von 3,69 Euro auf
7,34 Euro. In diesem überschuss ist ein einmaliger Sondereffekt von 550
Mio. Euro aus der zeitnäheren Bewertung der Anteile an der Allianz enthalten.
Nach einem Zuwachs der Beitragseinnahmen im 1. Halbjahr 2001 um 12,1 % auf 17,1
Mrd. Euro erwartet die Gruppe für das Gesamtjahr bei unveränderten
Wechselkursen einen Umsatz von rund 34 Mrd. Euro. Die Rückversicherung
werde ein größeres Wachstum verzeichnen als Erstversicherung und
Asset-Management. (Weitere Zahlen sind der Tabelle im Anhang zu entnehmen; der
komplette Halbjahresbericht findet sich unter www.munichre.com auf der Homepage
der Münchener Rück.)
Schaden-Kosten-Quoten sinken, sind aber immer noch zu hoch
Angesichts der im letzten Quartal jedes Kalenderjahres branchenweit anstehenden
Erneuerung vieler Rückversicherungsverträge analysierte Dr. Wolf Otto
Bauer, Mitglied des Vorstands der Münchener Rück mit Verantwortung
u. a. für alle Grundsatzfragen des Underwritings, der Mathematik und des
Schadenmanagements im Nichtlebens-Rückversicherungsgeschäft, die aktuellen
Trends: Der Markt habe die Konditionen seit einigen Jahren auf ein nicht einmal
annähernd risikogerechtes Niveau heruntergedrückt. Dies habe sich
in einem Anstieg der Schaden-Kosten-Quoten auf zum Teil deutlich über 110
% niedergeschlagen. Der Anstieg sei jetzt offenbar gebrochen. Die Quote habe
sich bei der Münchener Rück im 1. Halbjahr gegenüber dem letzten
Geschäftsjahr um rund 5 Prozentpunkte reduziert auf 108 % (ohne Naturkatastrophen)
und auf 110,3 % (einschließlich Naturkatastrophen). Dennoch sei das Ratenniveau
immer noch deutlich zu niedrig, vor allem angesichts der fast unverändert
hohen Schadenlast und der hohen Haftungen aus Naturkatastrophen und Industrierisiken.
Weitere Bedingungsverbesserungen zugunsten der Rückversicherer sind lt.
Bauer notwendig und überfällig. Die Bereitschaft dazu sei auf dem
Markt auch erkennbar. Die Unsicherheiten in der Weltwirtschaft und auf den Kapitalmärkten
hätten den Erstversicherern deutlich gemacht, dass sie angesichts des gestiegenen
Risikopotenzials Rückversicherungsschutz der gewünschten erstklassigen
Qualität und Solidität nur zu deutlich höheren Preisen einkaufen
können. Die Münchener Rück, die soeben wieder Rating-Bestnoten
erhielt, sei eine der gesuchtesten Adressen in der internationalen Rückversicherung.
Sie verfüge über unübertroffene Sicherheit, höchstqualifizierte
Experten und, wie ihre zwei neuartigen Derivatplatzierungen im laufenden Jahr
gezeigt hätten, über ein Instrumentarium, das auch die Entlastungsmöglichkeiten
der Kapitalmärkte einbeziehe. Sie ist zuversichtlich, die Qualität
und Ertragshaltigkeit im Nichtlebensportefeuille, dem nach wie vor größten
Bereich ihrer Rückversicherungsaktivitäten, weiter zu verbessern.
Münchener-Rück-Gruppe 1. Halbjahr 2001
Wichtige Kennzahlen (IAS)
| |
|
1. Halbjahr 2001 Euro
|
1. Halbjahr 2000 Euro
|
| Bruttobeiträge |
Mrd. |
17,1 |
15,2 |
| Ergebnis vor Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwerte |
Mio. |
1 819 |
1 337 |
| Jahresüberschuss |
Mio. |
1 298 |
652 |
| |
|
30.6.2001 Euro
|
31.12.2000 Euro
|
| Kapitalanlagen |
Mrd. |
165,6 |
159,4 |
| Eigenkapital |
Mrd. |
24,8 |
23,6 |
Versicherungstechnische Rückstellungen netto
|
Mrd. |
135,7 |
131,5 |
| Mitarbeiter |
|
37 440 |
36 481 |
Unsere Namensaktie
| |
|
1. Halbjahr 2001 Euro
|
1. Halbjahr 2000 Euro
|
| Ergebnis je Aktie |
|
7,34 |
3,69 |
| Kurs der Aktie |
|
331,50 (30.6.2001)
|
332,50 (30.6.2000)
|
| Börsenwert der Münchener Rück |
Mrd. |
58,7 (30.6.2001)
|
58,8 (30.6.2000)
|
Bei ihren Bewertungen haben die Ratinggesellschaften A. M. Best, Standard & Poor's und Moody's der Münchener Rück jeweils das bestmögliche Rating zuerkannt.