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29. Mai 2001

Pressemitteilung

Münchener-Rück-Gruppe sehr erfolgreich unterwegs: Jahresüberschuss 2000 stieg um 54 % auf 1,75 Mrd. Euro / Dividende von 1,25 (i. Vj. 0,95) Euro vorgeschlagen / Jahresergebnis 2001 soll erneut zweistellig wachsen / Künftig weitere Ertragssteigerung durch Kooperation mit HVB erwartet

Von der nunmehr bundesweit exklusiven Kooperation der Münchener-Rück-Gruppe und der HVB Group erwartet Vorstandsvorsitzender Dr. Hans-Jürgen Schinzler eine zusätzliche und nachhaltige Ertragssteigerung. Die Zusammenarbeit beider Häuser in den vergangenen Jahren sei sehr erfolgreich gewesen und werde jetzt gezielt weiter entwickelt, so Schinzler in der Bilanzpressekonferenz. Im Berichtsjahr 2000 hat die Gruppe einen um 54 % höheren Jahresüberschuss von 1,75 (1999: 1,13) Mrd. Euro erwirtschaftet. Der Hauptversammlung der Münchener-Rück-AG wird eine Dividende von 1,25 (0,95) Euro je Aktie vorgeschlagen. Die Münchener-Rück-Gruppe rechnet für das laufende Geschäftsjahr 2001 mit einem Konzernumsatz von 33 Mrd. Euro (Berichtsjahr 2000: 31 Mrd. Euro). Das Jahresergebnis wird, sofern keine unvorhersehbaren Entwicklungen eintreten, erneut zweistellig wachsen.

Mit dem Berichtsjahr 2000 knüpfte die Münchener Rück nach dem von Naturkatastrophen stark belasteten Vorjahr an das gute Geschäftsjahr 1998 an. Sie konnte ihre Beitragseinnahmen noch kräftiger als erwartet erhöhen und auch den Jahresüberschuss sehr deutlich steigern. Die Eckwerte wurden bereits Ende März veröffentlicht.

Insgesamt wuchsen die Bruttobeiträge um 13,5 % auf 31,1 (27,4) Mrd. Euro . Von diesem Wachstum entfallen rund 1,4 (0,3) Mrd. Euro auf veränderte Wechselkurse und 470 (32) Mio. Euro auf neue Tochterunternehmen. Bereinigt um diese Faktoren beläuft sich das Umsatzplus auf 1,9 (1,6) Mrd. Euro oder 6,7 (6,1) %.

54 (51) % des Umsatzes entfielen auf die Rückversicherung. Hier stiegen die Beiträge um 19,2 (8,6) % auf 18,3 (15,4) Mrd. Euro. Zu diesem markanten Anstieg trugen vor allem die Sparten Leben, Kraftfahrt und Feuer bei, regional gesehen namentlich das europäische Ausland und Nordamerika.

In der Erstversicherung (ERGO-Versicherungsgruppe; Karlsruher; Europäische) konnte die Münchener Rück ihr Geschäft deutlich ausbauen: Beitragseinnahmen von 14,4 (13,5) Mrd. Euro bedeuten eine Steigerung um 6,8 (6,5) %. Dabei wachsen die Erstversicherer der Gruppe in der Schaden- und Unfallversicherung nach wie vor schneller als der deutsche Markt.

Die Kapitalanlagen der Gruppe erhöhten sich im Berichtsjahr um über 5 % auf mehr als 159 (151) Mrd. Euro. Das Ergebnis hieraus stieg um 28 % auf 12,2 (9,5) Mrd. Euro, da im Frühjahr 2000 insbesondere die Erstversicherer der Gruppe die hohen Kurse an den Aktienbörsen zu Gewinnmitnahmen genutzt haben. Daneben wirkte sich die erstmalige Konsolidierung der Spezialfonds ergebnissteigernd aus.

Die 1999 von Münchener Rück und ERGO gegründete MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH nahm im Berichtsjahr ihre Tätigkeit auf; sie ist vor allem zuständig für das Asset-Management aller Versicherungsunternehmen der Gruppe und daneben für die Vermögensverwaltung im Auftrage Dritter. Hier sieht die Münchener Rück erhebliches Ausbaupotenzial bei der Gewinnung institutioneller und privater Kunden. Der Trend zur verstärkten privaten Vorsorge wird, so Schinzler, den Lebensversicherern der Gruppe und der MEAG zusätzliche Geschäftschancen bieten.

Das Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und vor Steuern (EBITA) verbesserte sich im Geschäftsjahr 2000 um 43,6 % auf 2,6 (1,8) Mrd. Euro. Die Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte stiegen auf 145 (120) Mio. Euro insbesondere wegen des Kaufs der Alten Leipziger Europa und der Bayerischen Vita. Der Steueraufwand hat sich mit 399 (383) Mio. Euro nur geringfügig geändert.

Der Konzernjahresüberschuss legte um 54,5 % auf 1,75 (1,13) Mrd. Euro zu; im stark von Naturkatastrophen belasteten Vorjahr war er gegenüber 1998 um 5,6 % zurückgegangen. Zum Ergebnis 2000 haben die erstmalige Einbeziehung der Spezialfonds 180 Mio. Euro und die Absenkung des Körperschaftsteuersatzes in Deutschland 320 Mio. Euro beigetragen. Auch 1999 waren Sondereffekte zu verzeichnen gewesen; auf bereinigter Basis stieg der Jahresüberschuss um 50 % auf 1,25 (0,8) Mrd. Euro.


Ausblick 2001 und 1. Quartal: "An das gute Konzernergebnis 2000 anknüpfen"

Für das Geschäftsjahr 2001 rechnet die Münchener Rück derzeit bei unveränderten Wechselkursen mit einem Konzernumsatz von 33 (31) Mrd. Euro.

Bei den Rückversicherern der Gruppe stiegen die Beitragseinnahmen im ersten Quartal um 24,1 % auf 5,0 Mrd. Euro. Das größte Wachstum steuert wieder die Lebensversicherung bei: Hier wirkt sich vor allem die übernahme des Lebensrückversicherungsbestands der CNA Financial Corporation durch die Munich American Reassurance Company spürbar aus, aber auch der Ausbau des Geschäfts in Großbritannien und in Kanada. Gestiegene Preise - wie sie bei der Erneuerung der Verträge zum Jahresanfang 2001 erzielt werden konnten - und höhere Marktanteile tragen zu einem spürbaren Anstieg der Bruttobeitragseinnahmen in Nichtleben bei. Sofern sich die Schadenbelastung im laufenden Jahr in normalem Rahmen bewegt, wird die Schaden-Kosten-Quote (im 1. Quartal 2001: 112,1 %; Gesamtjahr 2000: 115,3 %) spürbar sinken.

Das Beitragswachstum in der Erstversicherungsgruppe wird im laufenden Jahr über dem des Geschäftsjahres 2000 liegen; im 1. Quartal 2001 stieg der Umsatz um 9 % auf 4,3 Mrd. Euro. Insbesondere wird die erstmalige Einbeziehung der Bayerischen Vita mit einem ganzen Geschäftsjahr dazu führen, dass die Beiträge in der Lebensversicherung stark zunehmen. Der Auslandsanteil wird sich damit wie geplant deutlich erhöhen.

Die Ergebnisaussichten der Gruppe für das laufende Jahr 2001 sind ebenfalls erfreulich; sofern außergewöhnliche Entwicklungen ausbleiben, wird die Zuwachsrate wieder zweistellig ausfallen. Auch bereinigt um Sondereffekte werden sowohl das operative Ergebnis als auch das Jahresergebnis an den hohen überschuss des Vorjahres anknüpfen können.


Die Münchener Rück in ihrem zwölften Jahrzehnt: erfolgreich durch Veränderung

Mit dem Geschäftsjahr 2000 ging ein Jahrzehnt zu Ende, in dem die Münchener Rück starke Akzente gesetzt hat: Mit dem Erwerb der American Re hat sie die Spitzenposition in der Rückversicherung rund um den Globus gefestigt; mit der Gründung und dem Ausbau der ERGO Versicherungsgruppe hat sie ihre Interessen in der Erstversicherung untermauert; mit dem Aufbau der MEAG hat sie ihren Anspruch bekräftigt, auch auf dem Gebiet der Vermögensverwaltung zu den besten Unternehmen zu gehören. Die Kooperation mit der HVB Group wird in einer Reihe von Geschäftssegmenten zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten und Ertragschancen bringen.

Zahlen belegen den Erfolg der Münchener Rück: In den vergangenen 10 Jahren stieg der Konzernumsatz von 7,3 Mrd. Euro auf 31 Mrd. Euro und der Konzerngewinn von 46 Mio. Euro auf 1,75 Mrd. Euro. Der Börsenwert der Münchener Rück und damit das Aktionärsvermögen erhöhten sich in diesem Zeitraum von 8 Mrd. Euro auf 67 Mrd. Euro. Acht Mal wurde seit 1990 die Dividende heraufgesetzt. Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2000 steigt von 0,95 Euro im Vorjahr auf 1,25 Euro. Gemäß diesem Vorschlag erreicht die Dividendensumme 221 Mio. Euro; zu Beginn der Neunzigerjahre waren es 34 Mio. Euro.


Münchener-Rück-Gruppe 2000

Wichtige Kennzahlen (IAS)

    2000
Euro
Vorjahr
Euro
Veränderung
in %
Bruttobeiträge Mrd. 31,1 27,4 13,5
Ergebnis vor Abschreibungen auf
Geschäfts- oder Firmenwerte
Mio. 2.615 1.821 43,6
Steuern Mio. 399 383 4,2
Anteile Dritter am Ergebnis Mio. 321 185 73,5
Jahresüberschuss Mio. 1.750 1.133 54,5
Kapitalanlagen Mrd. 159,4 150,9 5,6
Eigenkapital Mrd. 23,6 18,5 27,9
Versicherungstechnische
Rückstellungen netto
Mrd. 131,5 123,5 6,5
Mitarbeiter zum 31.12.   36.481 33.245 9,7


Unsere Namensaktie

    2000
Euro
Vorjahr
Euro
Veränderung
in %
Ergebnis je Aktie   9,89 6,45 53,3
Dividende je Aktie   1,25 0,95 31,6
Ausschüttung Mio. 221 168 31,5
Kurs der Aktie zum 31.12.   380,0 251,8 50,9
Börsenwert der Münchener Rück
zum 31.12.
Mrd. 67,2 44,5 51,0

Bei ihrer Bewertung haben die Ratingagenturen A.M. Best, Standard & Poor's und Moody's der Münchener Rück jeweils das bestmögliche Rating zuerkannt.