Hauptaufgaben und Zielsetzung

Das Kompetenzzentrum GeoRisikoForschung versteht sich als Verbindungsglied zwischen operativem Underwritinggeschäft und geowissenschaftlicher Forschung.

Ziel des Kompetenzzentrums GeoRisikoForschung ist es, Wissen einerseits den Underwritern im Hause und andererseits den Kunden überall auf der Welt zur Verfügung zu stellen, um sie so beim Risikomanagement von Naturgefahren zu unterstützen.

Zu den Kernaufgaben der GeoRisikoForschung gehören im Einzelnen:

  • Bewertung von Risiken und Beratung: Wissenschaftliche Einschätzung von Georisiken, Einzelfallanalysen und Portefeuilleanalysen (d. h., inwieweit ein versichertes Einzelobjekt oder ein ganzer Haftungsbestand bestimmten Georisiken, z. B. etwa Stürmen, Erdbeben oder Überschwemmungen ausgesetzt ist) und risikobezogene Beratung von Underwritern und/oder Kunden; bei Katastrophen auch Vor-Ort-Schadenanalysen, Stellungnahme und statistische Auswertung des Ereignisses; allgemeine Beraterfunktion: Die GeoRisikoForschung versteht sich als globaler Ansprechpartner für georelevante Themen.
  • Ermittlung der Kosten und Preise: Wichtiger Baustein ist hier das von der GeoRisikoForschung entwickelte Rechenmodell MRHazard, um Naturgefahrenrisiken abzuschätzen. Es ermöglicht die Errechnung von PMLs und Preisen und hilft, rechtzeitig Fehlentwicklungen bei der Prämiengestaltung zu erkennen. Im Zusammenhang mit Fragen der Preisermittlung entwickelt die GeoRisikoForschung Hilfsmittel wie "rating maps" Werkzeuge zur Preisindikation und Naturgefahren-Guidelines für Underwriter.
  • Serviceprodukte: Bereitstellung, Pflege und Weiterentwicklung der Serviceprodukte, wie etwa
    • NATHAN (NATural Hazards Assessment Network): ein interaktives Modul zur individuellen Bestimmung der Naturgefahrensituation auf jedem Punkt der Erde;
    • MRNatCatService: eine weltweit einzigartige Datenbank über Naturkatastrophen;
  • Wissenstransfer/Training von Risikobewusstsein: Veröffentlichungen zum Thema Naturgefahren (z. B. Topics Jahresrückblick Naturkatastrophen) sowie Onlinemedien; Vorträge auf Fachtagungen; Kurse, Seminare etc. für Kollegen, Doktoranden, Studenten im In- und Ausland; Mitarbeit in nationalen und internationalen Expertengremien (UNEP, ISDR, ecosense); Sonderprojekte (Klimaausstellung Deutsches Museum 2002/3, TV-Projekt "Globus 2001"), um so zu mehr Risikobewusstsein und ganzheitlichem Risikomanagement in der Praxis beizutragen.