GeoRisikoForschung

Lange bevor Schlagworte wie "Umweltschutz" und "FCKW" ins öffentliche Interesse rückten, hatte die Münchener Rück erkannt, wie wichtig das Verständnis geowissenschaftlicher Zusammenhänge ist und widmete deren Erforschung eine eigene Abteilung.

Bereits 1974 war der Anfang des Kompetenzzentrums GeoRisikoForschung mit Einstellung eines ersten Geowissenschaftlers getan: Er verstärkte das damals schon bestehende "Gemeinsame Büro für Elementargefahren". Infolge der immer häufiger auftretenden Naturkatastrophen wuchs der Bedarf an geowissenschaftlicher Beratung. Allein im vergangenen Jahrhundert kamen bei mehr als 50.000 Naturkatastrophen weltweit über 4 Mio. Menschen ums Leben (Opfer der Dürrekatastrophen und Hungersnöte sind dabei nicht mitgerechnet).

Die volkswirtschaftlichen Schäden stiegen in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch an. Öffentlichkeit, Politiker, Behörden und Erstversicherer wollten wissen, was es mit diesen Ereignissen auf sich hat, woher sie kommen und was zu tun ist.

Heute arbeiten 25 Mitarbeiter aus allen einschlägigen Fachrichtungen wie Meteorologie, Hydrologie, Seismologie, Geologie, Geophysik und Geographie in der Abteilung GeoRisikoForschung. Sie nimmt Berater- und Dienstleisteraufgaben gegenüber allen Abteilungen im Hause (und auch gegenüber externen Nutzern) wahr, die mit Fragen zu Naturkatastrophen befasst sind und mit geowissenschaftlichem Knowhow versorgt werden müssen.

Darüber hinaus dient sie als "Wissensdrehscheibe" zwischen dem operativen Underwriting, d. h. dem Zeichnen von Versicherungsrisiken, und der geowissenschaftlichen Forschung. Dazu gehört einerseits, Underwriter zu beraten und mit ihnen zusammenzuarbeiten, andererseits auch die aktive Mitarbeit der Münchener Rück in einem weltweiten Netzwerk von Wissenschaftlern, Verbänden und politischen Organisationen sowie auch die Einbindung in aktuelle Forschungsprojekte.