Geschichte der D&O-Versicherung
Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurden erste D&O-Versicherungen angeboten. Doch erst seit Beginn der 80er-Jahre nimmt die Bedeutung von D&O-Produkten auf den Versicherungsmärkten zu.
Die Geschichte der D&O-Versicherungen: erst verpönt, dann zunehmend gefragt. Inzwischen ist das Thema "persönliche Haftung für Manager" so aktuell wie nie zuvor — und damit auch die Versicherungslösungen.
Ende des 19. Jahrhunderts
Das erste D&O-Versicherungsprodukt wird in Deutschland vom Reichsamt für Versicherungswesen als unmoralische Versicherungsdeckung verboten.
1920 bis in die 60er-Jahre
Nach dem Schwarzen Freitag im Jahr 1929 in den USA werden die Börsenaufsichtsgesetze zur Verbesserung des Anlegerschutzes (SA 1933 und SEA 1934) verabschiedet. Lloyds of London entwickelt ein Versicherungsprodukt für D&Os, weil Unternehmen ihre Manager nicht von Schadenersatzforderungen freistellen.
Bis in die 60er-Jahre lässt sich das Produkt mangels Ansprüchen und entsprechender Gesetzesgrundlagen kaum verkaufen. Erst in den späten 60er-Jahren legt man die Gesetze strenger aus, welche die persönliche Haftung von D&Os festlegen.
80er-Jahre
"Savings and Loans Crisis" in den USA: große Schäden aus Spekulationsgeschäften bei Sparkassen. Die D&O-Policen waren im Hinblick auf die Deckungssummen nicht eindeutig formuliert, was zu sehr hohen Schadenzahlungen aus diesen Versicherungen führt.
Seit Mitte der 90er-Jahre
D&O-Versicherungen werden nicht nur in den USA, sondern auch in Kontinentaleuropa und Asien ein zunehmend populäres Versicherungsprodukt. Mittlerweile schätzt man die Marktdurchdringung der D&O-Versicherung bei international tätigen Großunternehmen auf über 90 %.
Globalisierung, neue Corporate-Governance-Empfehlungen für Unternehmensleiter, zunehmende Klagementalität und international schärfere Gesetzesvorschriften für die persönliche Haftung von Managern lassen die Nachfrage nach dieser Versicherung weiterhin steigen.