Aktivitäten des CoCB

Das Kompetenzzentrum Biowissenschaften (CoCB) verfolgt gezielt den rasanten Fortschritt der Gentechnologie.

Für die Münchener Rück stehen im Bereich der Gentechnologie zwei große Aufgabenblöcke im Vordergrund: zum Einen leisten wir Service für unsere Mitarbeiter und Kunden, zum Anderen möchten wir die Meinungsführerschaft der MR zum Thema Gentechnologie und Versicherung ausbauen, um dem Ziel "Preferred Partner in Risk" näher zu kommen.

Derzeit entwickelt das Team Strategien, um Underwriter und Kunden bei der Auswirkung dieser Entwicklungen auf das Versicherungs- und Rückversicherungsgeschäft zu beraten. Als Service für das Underwriting beantworten wir Fragen wie:

  • Wie groß ist die weltweite Anbaufläche für gentechnisch veränderte Pflanzen?
  • Gab es schon Todesfälle bei der Gentherapie?
  • Wie sind Biochips für Gentests aufgebaut und für welche Krankheiten können sie eingesetzt werden?
  • Wie sind Gentests in der medizinischen Antragsprüfung einzuschätzen?

Um auf eine fundierte Datenbasis zurückgreifen zu können, bauen die Mitglieder des CoCB derzeit eine moderne Datenbank auf, in der aktuelle Artikel, Trends und Zahlen ausgewertet und abgespeichert werden. Dabei greift das CoCB auch auf ein wachsendes Netzwerk an hochkarätigen Wissenschaftlern, Verbänden und politischen Organisationen zurück.

Das CoCB versteht sich als Wissensvermittler zum Thema Bio- und Gentechnologie. Komplexe Zusammenhänge sollen dem Underwriter klar gemacht werden, um seine Entscheidungsfindung zu unterstützen.

Die Expertise und das Knowhow des Kompetenzzentrums Biowissenschaften steht unseren Underwritern und Kunden weltweit zur Verfügung, z. B. bei Anfragen, wenn es um die Risikoeinschätzung der biotechnologischen Produktion von Pharmazeutika oder um die Versicherung von gentechnisch verändertem Saatgut geht. Extern geben wir unser Wissen in Seminaren weiter. Wir stellen Teilnehmer für Podiumsdiskussionen als auch Referenten bei Tagungen zum Thema Gentechnologie.

An eigenständiger "Forschungsarbeit" bilden wir mittelfristig auch Risiko- bzw. Schadenszenarien im Zusammenhang mit Gentechnologie. In Leben/Kranken sind erste Ansätze schon gemacht: So wurde z. B. der Zusammenhang von Gentests mit dieser Versicherungssparte untersucht. Für Haftpflicht sollen in Zukunft Allergiefälle durch gentechnisch veränderte Lebensmittel modelliert werden. Die Ergebnisse dieser Arbeiten könnten z. B. in der Produktentwicklung Anwendung finden und in neue Deckungskonzepte einfließen.