Verglichen mit den Unternehmen der produzierenden Industrie gehört die Versicherungswirtschaft im Hinblick auf ihre direkten Auswirkungen auf die Umwelt zu den "sauberen" Branchen. Als Dienstleister hat sie einen relativ geringen Anteil an der Ressourcennutzung. Ihren Energie– und Wasserverbrauch bestimmt die technische Ausrüstung in ihren Geschäftsgebäuden. Ihr Anteil am CO2–Ausstoß wird neben dem Energieeinsatz in erster Linie durch die Dienstreisen verursacht, die zur Kundenbetreuung notwendig sind. Somit sind die Möglichkeiten des Einflusses vergleichsweise gering.
Trotzdem haben wir in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Umweltauswirkungen unseres Geschäftsbetriebes zu verringern — mit einigem Erfolg, wie die folgenden Beispiele belegen.
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Stromverbrauch und Wärmebedarf
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Stromverbrauch (kWh/MA und Jahr)
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Der Stromverbrauch liegt mit 6.527 kWh je Mitarbeiter und Jahr 2005 etwas über dem Wert von 2004: 6.456 kWh. Er ist erstmals deutlich weniger gestiegen (um 1,1 %) als in den Vorjahren (2004 um 20,6 %; 2003 um 12,3 %). Seit 2004 hat sich der Anteil eigengenutzter gegenüber angemieteter Objekte nochmals erhöht. Parallel dazu wurden auch die Verbrauchszahlen genauer erfasst; bisher lagen vielfach nur Schätzungen vor.
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Wärmebedarf aus Fernwärme und Gas (kWh/m2 und Jahr)
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Die Zunahme beim Wärmebedarf von 149 kWh je beheiztem Quadratmeter auf 164 kWh erklärt sich im Wesentlichen aus dem höheren Heizbedarf 2005 infolge der extrem kühlen Witterung. Der Sprung von 2003 auf 2004 ist mit der Inbetriebnahme der beiden eigengenutzten neuen Geschäftsgebäude am Münchner Tor und der damit verfügbaren genaueren Erfassung zu begründen.
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Wasserverbrauch
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Wasserverbrauch (l/MA und Tag)
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Unser Wasserverbrauch ist gegenüber 2004 mit 95 l je Mitarbeiter und Arbeitstag annähernd konstant geblieben (2004: 94 l je Mitarbeiter und Arbeitstag). In der Garage unseres Fuhrparks wurde eine neue Autowaschanlage in Betrieb genommen. Sie benötigt weniger Wasser, Strom und Chemie und schont den Lack der Fahrzeuge.
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Kopierpapier
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Kopierpapier (Blatt/MA und Tag)
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Papier ist eines unserer wichtigsten Arbeitsmittel. Der Verbrauch an Drucker- und Kopierpapier ist in 2005 gegenüber dem Vorjahr erneut leicht gesunken auf 35 Blatt je Mitarbeiter und Tag (2004: 38 Blatt je Mitarbeiter und Tag). Seit einigen Jahren nutzen wir für die externe Korrespondenz hochweißes TCF-Papier (TCF — total chlorine free; Bleichung des Zellstoffs ohne Chlor), für internes Schriftgut ein hochwertiges Recyclingpapier. Die Recyclingpapiere haben einen Anteil von 55 % am Druck- und Kopierpapier.
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Geschäftsreisen
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Geschäftsreisen (km/MA und Jahr)
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Neben dem Betrieb unserer Geschäftsgebäude sind auch die Dienstreisen unserer Mitarbeiter umweltrelevant. Als weltweit agierendes Unternehmen, das Kundenbeziehungen besonders pflegt, können wir Reisen, vor allem Flugreisen unserer Mitarbeiter, nur begrenzt reduzieren. Videokonferenzen können hier nur teilweise eine Alternative sein. So hat 2005 jeder unserer Mitarbeiter im Schnitt 10.659 km mit Bahn, Auto oder Flugzeug zurückgelegt (2004: 11.179 km), wobei das Flugzeug (35.574.877 km) mit 95,6 % den mit Abstand größten Anteil an den Reisekilometern hat. Bahn (622.775 km bzw. 1,7 %) und Auto (1.022.445 km bzw. 2,7 %) spielen eine vergleichsweise geringe Rolle.
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CO2-Ausstoß
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CO2-Ausstoß (kg/MA und Tag)
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Eng verbunden mit dem Energieverbrauch und dem Reiseaufkommen sind die Kohlendioxid-Emissionen, die das Unternehmen verursacht. Um sie zu ermitteln, greifen wir auf Umrechnungsfaktoren zurück, vor allem des deutschen Umweltbundesamtes sowie des Vereins für Umweltmanagement in Banken, Sparkassen und Versicherungen (VfU). Aufgrund ihres Strom- und Wärmeverbrauchs emittierte die Münchener Rück 2005 indirekt 15.233 t CO2 gegenüber 14.222 t im Jahr 2004. Der eingespeiste Strom aus unserer Solaranlage sparte 17 t CO. Der Großteil der CO2 -Emissionen bei Geschäftsreisen ist auf Flugreisen zurückzuführen. Hierbei unterscheiden wir die CO2 -intensiveren Kurzstreckenflüge und die Langstreckenflüge. Um die besonderen Auswirkungen der Flugreisen auf den Treibhauseffekt darzustellen, berücksichtigen wir seit 2003 zudem den so genannten Radiative Forcing Index (RFI) mit einem Faktor von 2,7 für alle Flüge. Aus unserem Dienstreiseverkehr ergeben sich somit CO2 — Emissionen von insgesamt rund 6.621 t (mit RFI: 17.270 t).
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Zusammensetzung der Abfälle aus Geschäftsbetrieb
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Zusammensetzung der Abfälle aus Geschäftsbetrieb (t)
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Unser Umweltmanagementsystem regelt, dass bereits beim Einkauf darauf geachtet wird, Abfälle möglichst zu vermeiden. Schon am Arbeitsplatz wird nach Papier, Bioabfällen und Restmüll getrennt. Warum und wie wir Abfall trennen bzw. wie er möglichst gar nicht erst entsteht, darüber informiert seit 2005 ein eigenes Faltblatt unsere Mitarbeiter. In 2005 ist unsere Abfallmenge aus Geschäftsbetrieb erstmals wieder angestiegen, vor allem, weil die neuen Geschäftsgebäude, die erst im Laufe des Jahres 2004 in Betrieb gegangenen sind, erstmals ganzjährig erfasst wurden. Auf den einzelnen Mitarbeiter umgerechnet, fielen 2005 pro Tag 0,9 kg Abfall an (Vorjahr 0,8 kg).
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Betriebsverpflegung
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Betriebsverpflegung (in %)
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Bei der Betriebsverpflegung setzen wir auf regionale Produkte und solche, die aus biologisch kontrolliertem Anbau stammen. Bei den Mittagessen liegt der Anteil der Bioprodukte bei rund 15 %. Wir sind bestrebt, den Anteil von Bioprodukten weiter zu steigern. Regionale Produkte machen im Durchschnitt 80 % aus. Unter "regionalen Produkten" verstehen wir Produkte, die im Umkreis von maximal 200 km um München erzeugt werden. Jeden Tag bieten unsere Betriebsrestaurants mindestens ein vegetarisches Gericht an.
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